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Unser Gewächshaus

Gewächshaus im Garten bei grove.eco

Schon während der Planung unserer Gartenterrassierung war uns klar, dass wir ein Gewächshaus bauen möchten. Claudi hat sich auf Pinterest inspirieren lassen: Gewächshäuser aus alten Fenstern. Als ich die Bilder sah, dachte ich: So etwas tolles bekommen wir bestimmt nicht hin..

Die Terrassierung

Bevor ich auf den Bau des Gewächshauses eingehe, will ich ein paar Sätze über unser großes Projekt der Gartengestaltung erzählen. Unser Garten ist etwas über 1600 Quadratmeter groß, liegt aber größtenteils am Hang. Dadurch waren die größten Flächen nur zum Rasenmähen und für ein paar alte Obstbäume gut.

Aus “Machen wir eine zusätzliche Ebene?“ wurde schnell “Wir terrassieren den gesamten Garten, da wir ja sonst nicht mehr mit dem Bagger hoch kommen, wenn wir mal irgendwann eine weitere Ebene wollen.“.

Ein Teil unseres Gartens, direkt nach der Terrassierung.

Daraus entstanden ist, von oben im Garten bis nach unten: Ein Weg am Wald entlang mit Honig- und Heidelbeeren. Darunter eine große Fläche mit Rasen und einem Feuerplatz. Weiter unten die Naschebene mit Himbeeren, Träuble (so heißen hier rote Johannisbeeren), Erdbeeren und Säulenobstbäumen. Danach die Ebene, die für das Gewächshaus und für Hochbeeten vorgesehen war. Ganz unten war unser bestehendes Beet, das deutlich mehr Fläche bekommen hat.

Die Terrassierung hat zwei Jahre gedauert, vom Sommer 2016 bis in den Sommer 2018. Wir haben Trockensteinmauern gebaut, bis auf ein Wasserbecken komplett ohne Beton. So wie schon vor hunderten Jahren die Mauern in den Weinbergen hier gebaut wurden. Mit dem Unterschied das wir Dränagerohre verlegt haben und ein Einschwämmen von Schlamm in die Hinterfütterung der Mauern durch ein Vlies verhindern. Ein schöner Platz für Blindschleichen, Eidechsen, Mäusen und Spinnen.

Die Fenster

Schon im Frühjahr 2017 hat Claudi über Kleinanzeigen die Fenster gefunden. Alle umsonst. Eine ordentliche Ladung ähnlich große Fenster aus einem alten Fachwerkhaus und ein paar kleine Fenster. Diese haben wir zusammen mit einer Türe in einem (vom Volumen her) leicht überfüllten Hänger hergeholt.

Zuvor hat Sie bereits ein schönes, deutlich über 100 Jahre altes Fenster gekauft, das früher in einer Villa überhalb der Eingangstüre eingebaut war. Dieses Fenster ist der Grund, warum das Dach unseres Gewächshauses sehr steil ist.

Die Planung

Eine Skizze von Claudi.

Die grobe Breite und Länge waren durch die Terrasse bereits vorgegeben. Claudi hat die Planung auf Papier gemacht. Eine wichtige Aufgabe hierbei war, die Fenster so zu arrangieren dass diese passen, da jedes der Fenster etwas unterschiedliche Breiten hatte. So haben wir die Fenster nummeriert und einen Platz gegen. Wichtig war auch, welche man lediglich öffnen kann (was schwierig ist mit Tomaten davor) und welche man zusätzlich Kippen kann.

Screenshot meiner 3D Konstruktion.

Die detailliertere Planung habe ich in Thinkercad gemacht. Einem kostenlosen 3D Tool, mit dem man normalerweise 3D Zeichnungen zum Drucken macht. Hier konnte ich alles genau konstruieren, was später sehr nützlich war. Wir konnten direkt Maße aus dem 3D Model nehmen und danach bauen. Was wir gebaut haben, haben wir dann wieder gemessen und wenn es mal Abweichungen gab den Plan entsprechend angepasst.

Der grundlegende Aufbau

Unser Gewächshaus steht auf einem Streifenfundament aus Beton. Auf dieses setzt eine Mauer aus Pflastersteinen auf. Die Stabilität des Holzaufbaus kommt nicht durch die Fenster, sondern durch einen Rahmen aus 12x12cm Balken, in die wiederum die Fenster eingeschraubt sind. Das recht hohe Dach wird durch einen Giebel mit Sparren gehalten. Als Dachbedeckung haben wir stabile Stegplatten gewählt.

Das Fundament

Bevor wir das Fundament ausheben konnten, mussten wir erstmal eine Ebene schaffen. Wir mussten übrige Erde wegschaffen, die noch vom füllen der Hochbeete übrig war. Dann mussten wir teilweise Erde wegkratzen, wo wir zig mal mit unserem Bagger drüber gefahren war, die dadurch sehr verdichtet war. Am besten ging hier das wegkratzen mit einer Pendelhacke (* Affiliate, wir haben eine leicht andere) nach leichtem anfeuchten.

Bereit zum Gießen des Fundaments. Schneckenzaun dient als Schalung.

Zunächst haut Claudi die Außenmaße der späteren Mauern ausgemessen und Holzpflöcke eingeschlagen. Jedoch nicht direkt in die Ecken, da diese für das Fundament ja abgegraben werden, sondern jede Seite um etwa 20 Zentimeter nach aussen verlängert. Dadurch kann man dann eine Schnur spannen, wie auf einem der Bilder zu sehen ist. Wichtig ist, das die Umwicklung der Schnur immer auf der richtigen Seite der Pflöcke endet, da ansonsten die Stärke des Pflocks je nachdem entweder dazugegeben oder weggenommen wird. Hierzu die richtige Seite des Pflocks am besten markieren.

Nach dem Ausmessen haben wir die äussere Kante des Fundaments mit einem Spaten abgestochen, mit ein paar Zentimetern nach aussen, da das Fundament etwas breiter als die Mauer sein soll. Wir haben dann einen Spaten breit ausgehoben. Und wieder durfte ich Erde wegschaffen..

Fundament gegossen. Achtet auf die Technik der Markierungsseile.

Da unsere Terrassen mit Absicht leicht geneigt sind, wäre das Fundament entweder auf der niedrigeren Seite extrem aus dem Boden herausgestanden oder auf der höheren Seite wäre die Mauer im Boden verschwunden. Da die Mauer jedoch nicht im Nassen stehen sollte und auf der Sichtseite vom Beet her ein Fundament wahrscheinlich nicht toll ausgesehen hätte, hat unser Fundament zwei Höhen. Auf der niedrigeren Seite ist diese genau eine Steinhöhe plus der Stärke des Mörtels niedriger. Vorne ist dies durch den Ausschnitt der Türe kaschiert und hinten interessiert es keinen.

Das Fundament haben wir auf der niedrigeren Seite mit Schneckenzaun eingefasst, da wir keine Schalbretter kaufen wollten. Die andere Seite haben wir direkt in die Erde gegossen.

Um das Fundament zu verstärken haben wir Baustahl in die Mitte eingebracht. Hintergrund dafür war, das wir recht frisch Terrassiert hatten und nicht ausschließen können, das sich die Erde ganz vorne am Rand noch etwas setzt.

Die Mauer

Wir wollten das Holz nicht direkt auf Höhe der Erde beginnen lassen. Dies währe wahrscheinlich schnell morsch und innen zudem immer recht dreckig vom gießen. Daher haben wir eine etwa 50 Zentimeter hohe Mauer gebaut.

Die Mauer steht.

Um die Mauer und das Fundament voneinander zu trennen haben wir als Trennschicht Teerpappe zwischen zwei Lagen Mörtel eingebracht. So kann Wasser vom Fundament nicht zur Mauer hoch ziehen und nach ein paar Jahren den Mörtel bröckelig machen. Auf der höheren Seite ist das Erdniveau leicht über der Mauer. Hier haben wir die Erde ein paar Zentimeter unterhalb der Oberkante des Fundaments abgestochen und mit Kiesel gefüllt, damit das Wasser versickern kann.

Die Mauer habe ich dann mit meinen Laienkenntnissen hochgezogen. Eine lange Setzlatte war hier sehr hilfreich, da ich hier weite Strecken auch über Eck kontrollieren konnte.

Das Holzgerüst

Die Grundkonstruktion aus Holzbalken.

Getragen wird der gesamte obere Teil des Gewächshaus durch 12x12cm Balken. Diese verwendeten wir jedoch nur vertikal an den Ecken und links und rechts neben der späteren Türe sowie für den Giebel. Horizontal auf der Mauer und über den Fenstern haben wir 12x6cm Balken verwendet. Zum einen da diese aufliegen und daher 12x12cm völlig überdimensioniert gewesen wäre. Zum anderen, da der Rahen der Fenster hier direkt anliegt, der nochmals etwa 6cm aufträgt. Dies wäre auch optisch zu massiv gewesen. Die Aufbauen bis zum Giebel und die Sparren sind ebenfalls dieses Maß.

Ich wollte, dass man möglichst keine Schrauben und Winkel sieht. Das ist mir auch gelungen.

Die Verzahnung und Verzapfung der Ecken.

In den Ecken habe ich von den horizontalen Balken jeweils die Hälfte (3cm) heraus gesägt, damit beide Baken übereinander wieder die volle Stärke ergeben. In die Mitte dieser Verzahnung habe ich jeweils ein Loch gebohrt und einen 22mm starken Zapfen durchgetrieben. Der Zapfen ist ein paar Zentimeter länger, wodurch dieser bis in die vertikale Eckbalken geht. So sollte nichts verrutschen.

Damit das Ganze auf der Mauer nicht verrutscht, sind die horizontalen Balken mit massiven Schrauben mit der Mauer verschraubt.

An den Ecken habe ich Vertiefungen für massive Winkel mit einer Oberfräse angebracht. Dadurch konnte ich die horizontalen und vertikalen Balken zusätzlich verschrauben. Die Winkel befinden sich dort, ob später die Fensterrahmen montiert werden. Sie sind also versteckt verbaut.

Die Fenster

Fenster vor und nach dem Schleifen. Kurz vor dem Steichen.

Das wir die Fenster aufbereiten müssen war uns klar. Den alten Lack abschleifen und neu streichen – schön wäre es gewesen..

Das alte Fachwerkhaus, aus dem die Fenster stammten, war etwas verzogen. Damit die Fenster dort gepasst haben, wurden die meisten zu Parallelogrammen gesägt. So hatten diese zwar oben und unten meist das gleiche Maß, waren aber total verschoben. Dadurch wurde das aufbereiten der Fenster ein recht umfangreiches Unterfangen.

Hier seht Ihr zwei der Fenster mit neuen Leisten am Rahmen.

Nach dem Abschleifen habe ich von den Fensterrahmen mit einer Handkreissäge (* Affiliate) so viel weggenommen, dass diese mit einer zusätzliche Latte links und rechts wieder das richtige Maß hatten. So konnten wir auch alle Fenster, wo wir vorher mit unterschiedlichen Breiten gerechnet hatten, wieder größtenteils auf die selbe Breite bringen. Teilweise war der Ramen auch unten oder oben beschädigt, da habe ich dann die gleiche Technik angewendet. Die zusätzlichen Latten habe ich geleimt und verschraubt. Damit ich diese noch Spachteln konnte, sind alle Schrauben versenkt.

Die Fensterrahmen sind eingesetzt.

Claudi hat alle Balken und Fenster nach und nach gestrichen. Zunächst Geölt, dann Grundiert und zuletzt zweimal mit einer Farbe auf Leinöl-Basis gestrichen.

Die Fenster haben wir in das bestehende Holzgerüst eingeschraubt. Die Fensterrahmen sind untereinander ebenfalls miteinander verschraubt.

Auf die Fenster kam später noch ein Balken, auf dem die Dachkonstruktion aufliegt. Da die Fenster nicht immer genau gleich hoch waren, habe ich einen Hobel besorgt und sie passend gemacht.

Die Dachkonstruktion

Wiederaufnahme der Bauarbeiten im Januar 2021.

Hier wurde es etwas kleinteilig. Wir mussten verschiedene Ebenen miteinander verbinden. Vorne hat die Türe eine andere Höhe als die Fenster daneben. Über der Türe haben wir ein Fenster liegend eingebaut, das mit einem automatischen Öffner (* Affiliate) geöffnet wird, sobald es im Gewächshaus zu warm wird. Hinten ist das mittlere Fenster höher. Über diesem findet das ganz alte Fenster seinen Platz. Da dies recht hoch ist, mussten wir das Dach sehr spitz machen. Dabei hat sich im Nachhinein der Vorteil herausgestellt, das im Sommer das Gewächshaus nicht überhitzt.

Nur mit den seitlichen Balken, noch ohne Giebel und Dach ist das Gewächshaus in die Winterpause gegangen. Hier haben Passanten immer recht verdutzt geschaut, was das wohl wird.

Claudis Krankheit

Im Dezember 2020 haben wir die erschütternde Diagnose bekommen. Claudi hat Krebs.

Ab hier wurde alles ungewiss. Unsere gute Freundin Bettina hat einen Gedanken skizziert und diesen bei mir eingepflanzt: Sie sieht Claudi im Frühjahr, wie sie im Gewächshaus steht und die Pflanzen vorzieht.

Das Dach

So ging es dann schon im März 2021 wieder los auf der Baustelle. Wir haben den Giebel montiert.

Mein Blick beim einpassen der Dreiecksprofile als Halter der kleinen Seitenfenster.

Lange haben wir gegrübelt, wie wir am Dach überhaupt arbeiten können. Zunächst wollten wir ein Gerüst aussen rum aufbauen. Dann kam die Erkenntnis, das ein Gerüst innen drin viel einfacher und praktischer ist. Doch es ging noch viel einfacher, praktischer und günstiger. Ich habe sechs Holzbohlen gekauft, die etwas länger sind als das Gewächshaus breit. Jeweils drei miteinander verschraubt ergab eine Plattform, die wir nach belieben innerhalb des Gewächshaus verschieben konnten.

Bei den Sparren habe ich mich etwas verkalkuliert. Diese sind einen Zentimeter zu kurz, wodurch ein Spalt entstanden ist. Den habe ich jedoch auf der Vor- und Rückseite des Gewächshauses mit einem Brett dazwischen kaschiert.

Der Giebel und die Sparren bei der Montage der Steinplatten.

Die vielen kleinen Öffnungen an der vorderen und hinteren Giebelseite des Gewächshauses habe ich mit Stegplatten gefüllt. Diese lassen sich mit einem fein gezahntem Blatt wunderbar mit der Kreissäge sägen. Montiert habe ich diese mit Dreiecks-Kanthölzern auf beiden Seiten. Da es mir zu teuer war diese Menge an Kanthölzern zu kaufen, habe ich mir einfach breite Bretter mit etwa 2cm Stärke gekauft und diese abwechselnd im 45° und 90° Winkel selbst zu Dreiecks-Profilen gesägt.

Auf den Sparren liegen die Stegplatten auf entsprechenden Gummiprofilen auf. Durch Halteprofile werden diese von aussen verschraubt. Normalerweise ist dies bei einer Dachneigung von einem gewöhnlichen Vordach oder Carport kein Problem, da man hier mit Schaltafeln Stück für Stück auf den Profilen hochrutschen kann. Bei unserem Winkel jedoch unmöglich. Hier hat uns die grazile Körperbeherrschung von unserem Freund Pablo gerettet, der es geschafft hat auch die obersten Schrauben rein zu drehen.

Innenaufteilung des Gewächshauses

Wintereinbruch im April 2021. Zum Glück konnte ich im Trockenen weiterarbeiten.

Mit einer einbetonierten Rabatte haben wir die Fläche zum anbauen und eine gepflasterte Fläche voneinander abgetrennt. Angebaut wird auf einem großen Steifen auf der linken Seite und an der hinteren Wand. Der kleinere gepflasterte Bereich bietet genügend Platz zum stehen und für einen Tisch zum vorziehen und pikieren.

Für den Bodenbelag haben wir große Platten von weißem Granit verwendet, die Claudi mal auf einer Baustelle ergattern konnte. Im Frühjahr hat Sie wieder die Kraft gehabt, diese selbst zu verlegen.

Aus etwas „Eh-da“ Holz und ein paar der Holzbohlen vom Dachaufbau habe ich einen Tisch gebaut. Hier habe ich nochmal ordentlich geschliffen und die Arbeitsfläche mit Arbeitsplattenöl eingelassen, das wir normalerweise in der Küche verwenden.

Erste Bepflanzung :)

Auf der langen linken Seite haben wir zwei massive Latten mit Schrauben alle 10 Zentimetern angebracht. An den Schrauben können wir kurze Ketten einhängen, an denen wiederum Schnüre befestigt sind. An diesen ziehen wir die Tomaten hoch. Sobald die Schnur wegen den Umwicklungen der Tomatenpflanze zu fest gespannt ist, geben wir ein Kettenglied nach.

Im Frühjahr und Winter haben wir an Ketten Drahtkörbe befestigt. In diesen können Pflanzen überwintert werden oder im Winter z.B. Spinat und Feldsalat gezogen werden. So erweitern wir das Gewächshaus um mehrere Ebenen, wenn gerade keine Tomaten darin sind. Damit im Winter die Temperatur nicht zu tief fällt, haben wir eine Gasheizung (* Affiliate) besorgt.

Auf der rechten Seite haben wir zwischen den Fenstern die Möglichkeit Regale an Wandschienen einzuhängen. So haben wir über die gesamte Länge des Gewächshause oberhalb des Tisches eine Ablage für Setzlinge, die wir selbst vorziehen.

Wasser

Die Wasserleitung aussen um das Gewächshaus und der Boden mit Kies.

Im Gewächshaus selbst haben wir kein Wasser. Hätten wir welches, hätten wir eine Baugenehmigung benötigt. Da wir im gesamten Garten eine Pipeline von Gardena (* Affiliate) verlegt haben, haben wir nahezu überall Wasser. Hinter dem Gewächshaus verläuft eine solche Pipeline, an der wir ein Eisenrohr angeschlossen haben. Dies verläuft aussen am Gewächshaus entlang und wir haben einen praktischen Wasserhahn direkt neben der Türe.

Unser Pipeline System wird von einer alten Zisterne gespeist, die wir über ein Hauswasserwerk versorgen. Ist die Zisterne leer, haben wir die Möglichkeit auf Leitungswasser zu wechseln, was zum Glück noch nicht oft notwendig ist.

Das Wasser vom Dach wollen wir natürlich nicht verschwenden. Daher haben wir kleine Dachrinnen angebracht und links und rechts einen jeweils knapp 300 Liter Tank angebracht. Diese sind unterirdisch verbunden und haben einen Schlauchanschluss in der Mauer zum Beet. Dadurch können wir nur mit Wasserdruck das untere Beet gießen.

Die Türe

Auch diese mussten wir ordentlich Aufarbeiten. Ein Teil hatte ein verzinktes Blech, was nicht so einfach zu streichen ist. Hier haben wir uns ein Glas schneiden lassen und mit gutem, altem Leinöl Fensterkitt eingefasst.

Die Kloben (das sind die Metallstifte, in die eine Türe eingehängt wird) für die Türe haben wir in den Holzbalken und unten in das Mauerwerk verschraubt. Passend zum Türschloss haben wir ein Gegenstück aus einer Metallplatte gefertigt, die wir mit einer Oberfräse in den linken Türbalken eingepasst haben.

Das alte Fenster

Ich habe zwar die Türe nach dem alten Fenster montiert, aber das Fenster hat einfach seinen eigenen Stellenwert, besonders für Claudi. Daher beende ich mit dieser Beschreibung unseren Baubericht.

Das alte, zentrale Fenster, welches die Höhe des Gewächshauses vorgibt.

Der untere Teil des Fensters war total morsch und nicht mehr zu retten. Zum Glück, ansonsten wäre das Dach noch steiler. Diesen habe ich entfernt und die bunten Fensterscheiben behalten. Diese haben wir zuschneiden lassen und links und rechts als Füll-Fenster neben dem langen Fenster angebracht.

Damit das alte Fenster geschützt ist, haben wir eine große Scheibe Sicherheitsglas zuschneiden lassen. Diese ist von aussen montiert und schützt das alte Fenster vor dem Wetter. Zudem macht diese auch die Bereiche zu, wo das alte Fenster seine Rundungen hat.

Claudia

Die erste Pflanzung ein paar Monate später..

Im Frühjahr 2021 konnte Claudi noch die späteren Pflanzen im Gewächshaus vorziehen. Das erste Anbaujahr im neuen Gewächshaus konnte Sie voll genießen. Tomaten, Paprika, Chili und eine Wassermelone. Und jede Menge Petersilie..

Ab Herbst und Winter 2021 verschlechterte sich die Lage bei uns drastisch. Das Vorziehen im Gewächshaus im Frühjahr 2022 habe ich (Thorsten) gemacht, da Sie fast durchgehend im Krankenhaus war. Claudi war per Kopfhörer oder per Videotelefonie oft dabei.

Ich habe diesen Text im Krankenhaus geschrieben, als ich Claudi beim Sterben begleitet habe. An Ihrem letzten Tag habe ich Ihr die Rohfassung noch vorgelesen.

Impressionen

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