Melothria anbauen

Melothria scabra Mexikanische Minigurke, Cocktailgurke
Weitere Namen
Mexikanische Minigurke, Cocktailgurke
Botanischer Name
Melothria scabra
Familie / Gattung
Cucurbitaceae / Melothria
Pflanzenkategorie
Fruchtgemüse
MelothriaOlgalele/Shutterstock.com

Die Früchte der mexikanischen Minigurke Melothria sehen aus wie winzige Melonen und sind zum Naschen, direkt von der Pflanze, auch beliebt bei Kindern. Der Geschmack ist sauer und gurkenartig.

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne / Halbschatten
Nährstoffbedarf
Mittelzehrer
Schwierigkeitsgrad
Einfach
Kultur (nach Gertrud Franck)
A - hohe oder breite Kulturen, nahezu Ganzjährig
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Begleitkultur
Kulturzeit
100 Tage
Reihenabstand
30 cm
Pflanzabstand
40 cm
Wuchshöhe
150 - 300 cm
Saattiefe
2 cm
Keimtemperatur (minimal)
15 °C
Keimtemperatur (optimal)
18 - 25 °C
Keim-Art
Dunkel
Vorzieh-Dauer
45 Tage

Melothria: Pflanzzeiten & Erntezeiten

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Vorziehen
Verpflanzen
Ernte

Verpflanzen ins Beet von Mitte Mai bis Ende Juni. Vorziehen etwa 45 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang April und Mitte Mai. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 100 Tagen etwa Mitte Juli beginnen und geht bis Ende Oktober.

Standort und Boden

Sie mögen, wie andere Kürbisgewächse auch, einen humosen, nährstoffreichen Boden und viel Sonne.

Sie brauchen unbedingt eine Rankhilfe, da sie bis zu 3 m hochklettern. Im Beet geht gerne eine Bohnenstange oder man pflanzt sie in einen Topf mit Rankgitter oder an eine Pergola, einen Rosenbogen oder ähnliches. Die herabhängenden Minimelonengurken sind auch sehr dekorativ.

Gewächshausklima mögen sie auch gerne.

Melothria: Gute und schlechte Nachbarn

Die Melothria wächst am liebsten für sich. Sie rankt bis zu drei Meter hoch und wuchert dabei kräftig, deshalb gibst du ihr besser ein eigenes Rankgitter, ein Bohnenstangen-Tipi oder einen Platz am Zaun, statt sie zwischen andere Kulturen zu setzen. Halte etwas Abstand zu Gurken, Melonen, Kürbis und Zucchini, denn sie teilen Mehltau und Viren, die Blattläuse von Pflanze zu Pflanze tragen.

Gute Nachbarn
Basilikum
Batavia
Chili
Dill
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Fenchel
Knollensellerie
Kohlrabi
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mais
Paprika
Radieschen
Rosenkohl
Schnittsellerie
Spinat
Stangenbohne
Stangensellerie
Schlechte Nachbarn
Gurke
Honigmelone
Kürbis
Rettich
Schwarzer Rettich
Wassermelone
Zucchini

Melothria: Vorgänger und Nachfolger

Die Melothria ist ein Kürbisgewächs und kommt frühestens nach vier Jahren wieder an den selben Platz. Das gilt auch gegenüber Gurken, Melonen, Kürbis und Zucchini, denn sie teilen Krankheiten, die an Pflanzenresten im Boden überdauern. Gute Vorfrüchte sind Bohnen, Erbsen, Lauch oder Sellerie, und bis Mitte Mai kannst du auf dem Beet noch einen Satz Salat ernten. Kohl, Tomaten und Paprika zehren stark vom Boden und gelten ebenso wie Mais als ungünstige Vorfrucht. Im Jahr nach der Melothria passen Rote Bete oder Mangold gut.

Gute Vorgänger
Ackerbohne
Batavia
Buschbohne
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Erbse
Feuerbohne
Hafer
Kichererbse
Knollensellerie
Kopfsalat
Lauch
Linsen
Lollo bianda / Lollo rosso
Lupine
Romana-Salat
Schnittsellerie
Sojabohne
Stangenbohne
Stangensellerie
Winterroggen
Schlechte Vorgänger
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Gurke
Honigmelone
Kohlrabi
Kürbis
Mais
Melothria
Pak Choi
Palmkohl
Paprika
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Spitzkohl
Tomate
Wassermelone
Weißkohl
Wirsing
Zucchini
Gute Nachfolger
Alexandrinerklee
Erdklee
Frühlingszwiebel
Inkarnatklee
Knoblauch
Lauch
Luzerne
Mangold
Perserklee
Phacelia
Rote Bete
Rotklee
Schalotte
Weißklee
Winterroggen
Zwiebel
Schlechte Nachfolger
Gurke
Honigmelone
Kürbis
Melothria
Wassermelone
Zucchini

Pflege und Düngung

Ähnlich der Gurke.
Anfangs wachsen die Pflanzen sehr langsam aber irgendwann geben sie dann Gas.

Krankheiten und Schädlinge

Die Melothria ist erfreulich robust. Sie kann dieselben Krankheiten bekommen wie die Gurke, vor allem den Echten Mehltau, erkrankt aber viel seltener. Zeigen sich weiße, abwischbare Beläge auf den Blättern, schneidest du die befallenen Blätter ab, die Früchte bleiben davon unberührt. Blattläuse siedeln sich gern an den Triebspitzen an und können Viren übertragen. Staunässe verträgt die Melothria schlecht, dann faulen die Wurzeln.

Anfällig für
Brennfleckenkrankheit der Kürbisgewächse(Anfälligkeit gering)
Echter Mehltau der Kürbisgewächse(Anfälligkeit gering)
Eckige Blattfleckenkrankheit(Anfälligkeit gering)
Falscher Mehltau der Gurke(Anfälligkeit gering)
Gemeine Spinnmilbe(Anfälligkeit gering)
Gummistängelkrankheit(Anfälligkeit gering)
Gurkenkrätze(Anfälligkeit gering)
Gurkenmosaikvirus(Anfälligkeit gering)
Septoria-Blattflecken(Anfälligkeit gering)

Ernte und Verarbeitung

Man kann sie direkt von der Pflanze naschen, in den Salat tun oder wie Essiggurken einlegen.

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