
Eisbergsalat bildet große, fest geschlossene Köpfe aus dicken, knackigen Blättern, die nach dem Anrichten nicht so schnell welken wie zarter Butterkopfsalat. Er gehört zu den Krachsalaten und ist botanisch dieselbe Art wie Kopfsalat, Lollo, Eichblatt, Batavia und Romana. Die Sortengruppe stammt aus Amerika und hat bei uns erst in den letzten Jahrzehnten die Läden erobert. Im Garten lohnt er sich vor allem im Sommer, denn er schießt deutlich später als Kopfsalat und bleibt erntereif länger stehen. Die Köpfe halten im Kühlschrank bis zu drei Wochen.
Zahlen, Daten, Fakten
Eisbergsalat: Pflanzzeiten & Erntezeiten
FreilandDirektsaat von Anfang April bis Ende Juni. Verpflanzen ins Beet von Anfang April bis Mitte August. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang März und Mitte Juli. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 90 Tagen etwa Mitte Juni beginnen und geht bis Ende Oktober.
GewächshausVerpflanzen ins Beet von Anfang März bis Mitte April. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang Februar und Mitte März. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 90 Tagen etwa Anfang Mai beginnen und geht bis Mitte Juni.
WinterVerpflanzen ins Beet von Anfang Oktober bis Mitte November. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang September und Mitte Oktober. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 180 Tagen etwa Anfang März beginnen und geht bis Ende März im nächsten Jahr.
Eisbergsalat aussäen und pflanzen
Winter: Zeigt den Überwinterungsanbau im ungeheizten Gewächshaus
Eisbergsalat ziehst du am besten vor. Säe ab Ende März bis in den Juni in Töpfe oder Multitopfplatten und drück die Samen nur leicht an, denn Salat keimt im Licht. Nach drei bis vier Wochen, wenn die Jungpflanzen vier bis fünf Blätter haben, setzt du sie so hoch ins Beet, dass der Wurzelballen etwas herausschaut, zu tief gepflanzter Salat fault leicht. Eisbergsalat braucht mehr Platz als Kopfsalat, pflanze ihn auf 35 mal 35 Zentimeter. Anders als Kopfsalat keimt er auch bei Wärme noch gut, Sommersaaten kannst du deshalb direkt ins Beet säen. Die letzten Pflanzen setzt du bis Mitte August, spätere Köpfe schließen sich vor dem Winter nicht mehr.
Standort und Boden
Eisbergsalat wächst am besten in der Sonne auf lockerem, humusreichem Boden, der Wasser gut hält, aber nicht staunass wird. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 passt ihm. Er verträgt Hitze besser als Kopfsalat, braucht für seine großen, wasserreichen Köpfe aber über die ganze Kulturzeit gleichmäßig Feuchtigkeit, auf trockenem Sand bleibt er klein. Im Hochsommer schadet ihm etwas Schatten am Nachmittag nicht. Im Hochbeet oder in einem großen Kübel gedeiht er gut, solange er nicht austrocknet.
Eisbergsalat: Gute und schlechte Nachbarn
Eisbergsalat passt wie Kopfsalat zwischen Kulturen, die anfangs langsam wachsen. Zwischen jungen Kohl, Kohlrabi, Lauch, Tomaten, Paprika oder Mais ist er geerntet, bevor die Nachbarn den Platz brauchen. Schwester Christa Weinrich pflanzt Ende Juni nach Erbsen und Dicken Bohnen zwei Reihen Eissalat an die Beetränder, sät etwas Dill dazwischen und Anfang August Herbstspinat in die Mitte.
Gute Partner in der Reihe sind Spinat, Rote Bete, Mangold, Möhren, Erbsen und Bohnen. Radieschen und Rettiche wachsen zwischen den Salatpflanzen und sind lange vor ihm erntereif, der Salat soll dabei Erdflöhe von ihnen fernhalten. Kerbel in der Salatreihe soll Blattläuse und Schnecken abhalten, Borretsch gehört an den Rand.
Petersilie und Gartenkresse stellst du besser nicht direkt neben den Eisbergsalat, er soll daneben kümmern oder schießen. Sellerie steht in vielen Tabellen als schlechter Nachbar, Gertrud Franck setzte Salate aber ohne Probleme neben Sellerie, ein Nachteil ist nicht belegt. Neben Kartoffeln gilt Salat in manchen Tabellen als ungünstig, jedoch ohne Begründung.
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Eisbergsalat: Vorgänger und Nachfolger
Eisbergsalat, Kopfsalat, Lollo, Eichblatt, Batavia und Romana sind alle dieselbe Art. Für die Fruchtfolge zählen sie wie ein einziger Salat, und auch Endivien, Radicchio, Zuckerhut und Chicorée gehören als Korbblütler dazu. Halte zwischen ihnen drei Jahre Abstand, sonst reichern sich Bodenpilze wie die Sclerotinia-Fäule und die Salatwurzellaus im Beet an. Nach Sonnenblumen wartest du ebenfalls drei Jahre.
Gute Vorfrüchte für Eisbergsalat sind Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Spinat, Zucchini und Frühlingsfenchel, im selben Jahr passt er gut nach frühen Möhren oder Erbsen. Nach Kohl und anderen Kreuzblütlern wächst Salat im Jahr darauf schlechter, nach Kartoffeln fressen Drahtwürmer an den jungen Pflanzen. Bohnen, Gurken, Petersilie und Sellerie gelten im Erwerbsanbau als riskante Vorfrüchte, im Hausgarten mit guter Fruchtfolge wächst Salat nach ihnen meist ohne Probleme.
Nach dem Eisbergsalat kommen im nächsten Jahr Zwiebelgewächse, Tomaten, Gurken, Kohl, Mangold oder Rote Bete gut voran. Räumst du das Beet im Herbst, kannst du noch Senf als Gründüngung säen, er friert im Winter ab und hinterlässt lockeren Boden. Bohnen pflanzt du besser nicht direkt nach Salat, beide teilen die Sclerotinia-Fäule.
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Sorten
Beim Eisbergsalat unterscheiden sich die Sorten vor allem in der Jahreszeit, für die sie gezüchtet sind, und in der Farbe. Neben den hellgrünen, glatten Typen aus dem Handel gibt es Sorten mit rötlichem Blattrand, die deutlich mehr Geschmack haben. Für den Hausgarten lohnen sich Sorten, die gegen den Falschen Mehltau und gegen Blattläuse resistent sind. Für den Winter im ungeheizten Gewächshaus eignen sich nur wenige, etwa die alte Traditionssorte ‚Unikum‘.
Pflege und Düngung
Eisbergsalat braucht vor allem gleichmäßig Wasser. Gieß nach dem Pflanzen kräftig, damit der Boden bis in die Tiefe feucht ist und die Wurzeln nach unten wachsen, danach sind seltene, durchdringende Gaben besser als täglich ein wenig. Wird es heiß und trocken, während sich die Köpfe schließen, verbräunen die Blattränder im Inneren, dieser Innenbrand macht die Köpfe unansehnlich. Gieß am Morgen und mulche dünn, dann bleibt der Boden kühl und feucht. Eine Kompostgabe beim Pflanzen reicht als Dünger, frischer Mist und viel Stickstoff fördern Fäulnis und Nitrat in den Blättern.
Krankheiten und Schädlinge
Wie alle Salate hat der Eisbergsalat im Garten vor allem Schnecken zu fürchten. Sie fressen frisch gesetzte Pflanzen über Nacht ab. Setze kräftige Jungpflanzen, sammle abends ab und halte den Boden rund um den Salat locker.
Blattläuse sitzen gern zwischen den Blättern im Kopf und übertragen das Salatmosaikvirus, das die Blätter scheckig macht und die Pflanzen kümmern lässt. Blattlausresistente Sorten und ein Kulturschutznetz helfen am meisten. Welkt ein Eisbergsalat trotz feuchtem Boden, sitzt oft die Salatwurzellaus an den Wurzeln, dann wechselst du die Fläche und nimmst resistente Sorten.
Bei feuchtem Spätsommerwetter zeigt der Falsche Mehltau gelbe, eckige Flecken mit weißem Belag auf der Blattunterseite, resistente Sorten sind hier die beste Vorsorge. Die festen Köpfe des Eisbergsalats faulen bei Nässe leicht von unten her: Grauschimmel, die Sclerotinia-Fäule und die Schwarzfäule durch Rhizoctonia kommen aus dem Boden. Pflanze nicht zu tief, gieß morgens und halte zwischen Salaten drei Jahre Pause.
Braune, trockene Blattränder im Inneren des Kopfes sind keine Krankheit, sondern Innenbrand durch Wassermangel bei Hitze. Nach Kartoffeln oder frisch umgebrochener Wiese fressen Drahtwürmer an den Wurzeln. Kartoffelhälften als Köder zwei Wochen vor der Pflanzung zeigen, ob welche im Beet sind.
Ernte und Verarbeitung
Eisbergsalat ist erntereif, wenn sich der Kopf fest anfühlt und auf leichten Druck kaum nachgibt. Anders als Butterkopfsalat bleibt er dann etwa eine Woche länger im Beet stehen, bevor er sich streckt und bitter wird. Einzelne Blätter kannst du nicht ernten, schneide den ganzen Kopf am Morgen knapp über dem Boden ab und lass verschmutzte Umblätter gleich auf dem Beet. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält ein Kopf bis zu drei Wochen. In der Küche schätzt man ihn wegen der knackigen Blätter, die auch unter kräftigen Dressings nicht zusammenfallen. Er passt in gemischte Salate, auf Burger und Brote und in Wraps.
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