Kopfsalat anbauen

Lactuca sativa var. capitata Buttersalat, Häuptelsalat, Grüner Salat
Weitere Namen
Buttersalat, Häuptelsalat, Grüner Salat
Botanischer Name
Lactuca sativa var. capitata
Familie / Gattung
Asteraceae / Lactuca
Pflanzenkategorie
Blattsalate
KopfsalatSmileus/Shutterstock.com

Ein Garten ohne eigenen frischen Salat ist nur halb ein Garten. Kopfsalat kannst du wie die anderen Gartensalate direkt säen oder vorziehen. Im Frühjahr lohnt sich das Vorziehen, im Sommer eher die Direktsaat. Die Salatpflanzen bilden dann viel längere Wurzeln, kommen besser an Wasser und schießen nicht so schnell, das heißt, sie gehen nicht so früh in die Blüte und werden bitter.

Kopfsalat, auch Buttersalat oder in Österreich Häuptlsalat genannt, ist eine Form des Gartensalats. Die stark gestauchte Sprossachse bildet den rundlichen Kopf, weil die Blätter dadurch dicht beieinander liegen.

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne / Halbschatten
Nährstoffbedarf
Mittelzehrer
Schwierigkeitsgrad
Einfach
Kultur (nach Gertrud Franck)
C - niedriger Wuchs, kurze Wachstumszeit
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Begleitkultur
Winterhärte
Bedingt winterhart bis -10 °C
Kulturzeit
70 - 225 Tage
Reihenabstand
30 cm
Pflanzabstand
30 cm
Wuchshöhe
20 - 30 cm
Saattiefe
1 cm
Keimtemperatur (minimal)
3 °C
Keimtemperatur (optimal)
15 - 18 °C
Keim-Art
Hell
Vorzieh-Dauer
35 Tage

Kopfsalat: Pflanzzeiten & Erntezeiten

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Direktsaat
Vorziehen
Verpflanzen
Ernte
Ernte (im nächsten Jahr)

SommerDirektsaat von Mitte März bis Mitte August. Verpflanzen ins Beet von Mitte März bis Ende August. Vorziehen etwa 35 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Mitte Februar und Mitte Juli. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 80 Tagen etwa Anfang Mai beginnen und geht bis Ende Oktober.

GewächshausDirektsaat von Ende Januar bis Ende Februar. Verpflanzen ins Beet von Ende Februar bis Ende März. Vorziehen etwa 35 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 70 Tagen etwa Anfang April beginnen und geht bis Mitte Mai.

WinterDirektsaat von Anfang September bis Mitte September. Verpflanzen ins Beet von Ende September bis Mitte Oktober. Vorziehen etwa 35 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Mitte August und Anfang September. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 225 Tagen etwa Mitte April beginnen und geht bis Mitte Mai im nächsten Jahr.

Winter 2Verpflanzen ins Beet von Mitte Oktober bis Anfang November. Vorziehen etwa 35 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang September und Ende September. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 170 Tagen etwa Ende Februar beginnen und geht bis Ende März im nächsten Jahr.

Kopfsalat aussäen und pflanzen

Winter: Zeigt den Überwinterungsanbau im Freiland

Winter 2: Zeigt den Überwinterungsanbau im ungeheizten Gewächshaus

Etwa ab Ende März kannst du Kopfsalat in den meisten Regionen direkt ins Beet säen. Im Frühjahr lohnt sich aber das Vorziehen, damit fängst du schon einen Monat früher an, ab Ende Februar. Anfang April setzt du dann die ersten Salate ins Freiland. Härte sie vorher ab, gewöhne sie also langsam an Sonne und Außentemperaturen, indem du sie über mehrere Tage immer länger nach draußen stellst. Setze Salate beim Pflanzen etwas höher, als sie im Topf gewachsen sind, sonst können sie von unten her faulen.

Etwa ab Ende März kannst du Kopfsalat in den meisten Regionen direkt ins Beet säen. Im Frühjahr lohnt sich aber das Vorziehen, damit fängst du schon einen Monat früher an, ab Ende Februar. Anfang April setzt du dann die ersten Salate ins Freiland. Härte sie vorher ab, gewöhne sie also langsam an Sonne und Außentemperaturen, indem du sie über mehrere Tage immer länger nach draußen stellst. Setze Salate beim Pflanzen etwas höher, als sie im Topf gewachsen sind, sonst können sie von unten her faulen.

Salat ist ein Lichtkeimer, decke die Samen nur hauchdünn ab. Über 20 Grad keimt er schlecht, Sommersaaten säst du deshalb abends, beschattest sie oder lässt die Schale an einem kühlen Ort vorkeimen. Pflanze im Freiland 30 x 30 cm, enger stehende Köpfe faulen leichter. Wer bis in den Herbst ernten will, sät alle zwei Wochen bis Anfang August nach. Für die Überwinterung im Freiland säst du Wintersorten Anfang bis Mitte September und pflanzt sie Anfang Oktober in flache Furchen.

Standort und Boden

Kopfsalat braucht einen sonnigen Platz, im Hochsommer darf es auch halbschattig sein. Im Frühjahr und Herbst steht er lieber vollsonnig. Er ist recht anspruchslos und gedeiht auf den meisten Böden, solange sie nicht zu sauer sind. Eine gute Wasserversorgung ist wichtig, Staunässe verträgt er aber nicht.

Kopfsalat: Gute und schlechte Nachbarn

Kopfsalat ist der klassische Lückenfüller im Gemüsebeet. Er wurzelt flach, bleibt niedrig und ist nach wenigen Wochen geerntet, deshalb passt er zwischen fast alle Kulturen, die anfangs langsam wachsen: zwischen junge Kohlpflanzen, Kohlrabi, Lauch, Tomaten, Paprika, Gurken, Stangenbohnen, Mais oder Erdbeeren. Bis die Nachbarn den Platz brauchen, hast du den Salat längst gegessen. Gertrud Franck mischt in jede Salatreihe Radieschen oder Rettich, denn der Salat soll Erdflöhe fernhalten, und Schwester Christa Weinrich setzt ihn aus demselben Grund neben Kohlrabi. Auch Möhren und Salat vertragen sich gut: Misch ein Teil Salatsamen unter vier Teile Möhrensamen, der Salat ist weg, bevor die Möhren breit werden.

Gute Begleiter in der Reihe sind Spinat, Rote Bete, Mangold, Erbsen und Buschbohnen. Schwester Weinrich legt die Bohnen im Mai sogar direkt zwischen die stehenden Salatköpfe. Kerbel in die Salatreihe gesät soll Blattläuse und Schnecken abhalten und den Salat zart halten, Dill und Borretsch am Rand gelten ebenfalls als gute Partner.

Petersilie gehört nicht direkt neben Kopfsalat, er soll daneben klein bleiben oder eingehen. Dasselbe gilt für Gartenkresse, sie bringt den Salat zum Schießen. Sellerie steht in vielen Tabellen als schlechter Nachbar, Gertrud Franck setzte beide aber ohne Probleme nebeneinander, ein Nachteil ist nicht belegt.

Sehr gute Nachbarn
Radieschen
Rettich
Schwarzer Rettich
Gute Nachbarn
Ackerbohne
Andenbeere
Artischocke
Aubergine
Blumenkohl
Bohnenkraut
Borretsch
Brokkoli
Buschbohne
Cardy
Chili
Chinakohl
Dill
Endivie
Erbse
Erdbeere
Erdklee
Etagenzwiebel
Fenchel
Feuerbohne
Flower Sprouts
Frühlingszwiebel
Gartenmelde
Grünkohl
Gurke
Haferwurzel
Honigmelone
Kerbel
Knoblauch
Kohlrabi
Lauch
Lupine
Mairübe
Mais
Mangold
Melothria
Mizuna (Asiasalat)
Möhre
Neuseeländer Spinat
Pak Choi
Palmkohl
Paprika
Pastinake
Radicchio
Rhabarber
Ringelblume
Romanesco
Rosenkohl
Rote Bete
Rotkohl
Rucola
Schalotte
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Schwarzwurzel
Spargel
Spinat
Spitzkohl
Stangenbohne
Steckrübe
Tagetes
Tomate
Tomatillo
Weißkohl
Wirsing
Zuckerhut
Zwiebel
Neutrale Nachbarn
Knollensellerie
Schnittsellerie
Stangensellerie
Schlechte Nachbarn
Gartenkresse
Kamille
Kartoffel
Petersilie
Petersilienwurzel

Kopfsalat: Vorgänger und Nachfolger

Kopfsalat, Lollo, Eichblatt, Eisberg, Batavia und Romana sind alle dieselbe Art. Für die Fruchtfolge zählen sie wie ein einziger Salat, und auch Endivien, Radicchio, Zuckerhut und Chicorée gehören als Korbblütler dazu. Halte zwischen ihnen drei Jahre Abstand, sonst reichern sich Bodenpilze wie die Sclerotinia-Fäule und die Salatwurzellaus im Beet an. Nach Sonnenblumen wartest du ebenfalls drei Jahre, denn sie vermehren die Sclerotinia-Fäule besonders stark.

Gute Vorfrüchte für Kopfsalat sind Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Spinat, Zucchini und Frühlingsfenchel, die ein sauberes, lockeres Beet hinterlassen. Nach Kohl und anderen Kreuzblütlern wächst Salat im Jahr darauf schlechter, nach Kartoffeln machen sich Drahtwürmer über die jungen Pflanzen her. Bohnen, Erbsen, Gurken, Petersilie und Sellerie teilen mit dem Salat die Sclerotinia-Fäule oder den Bodenpilz Rhizoctonia, im Erwerbsanbau gelten sie deshalb als riskante Vorfrüchte. Im Hausgarten mit guter Fruchtfolge wächst Salat nach ihnen meist ohne Probleme, viele Mischkulturpläne setzen ihn sogar direkt nach frühen Erbsen. Hattest du schon einmal faulende Salatköpfe im Beet, halte trotzdem zwei bis drei Jahre Abstand.

Als Vorkultur ist Kopfsalat selbst Gold wert: Im selben Jahr folgen Gurken, Tomaten, Auberginen, Kohl, Mangold, Rote Bete oder Neuseeländer Spinat, im nächsten Jahr Zwiebelgewächse. Bohnen pflanzt du besser nicht direkt nach Salat, beide teilen die Sclerotinia-Fäule, deren Dauerkörper jahrelang im Boden bleiben.

Gute Vorgänger
Fenchel
Frühlingszwiebel
Knoblauch
Kohlrabi
Lauch
Möhre
Phacelia
Radieschen
Rettich
Schalotte
Schwarzer Rettich
Sommerwicke
Spinat
Zucchini
Zwiebel
Neutrale Vorgänger
Buschbohne
Erbse
Feuerbohne
Gurke
Knollensellerie
Petersilie
Petersilienwurzel
Schnittsellerie
Stangenbohne
Stangensellerie
Schlechte Vorgänger
Artischocke
Batavia
Blumenkohl
Brokkoli
Cardy
Chicorée
Chinakohl
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Endivie
Flower Sprouts
Gartenkresse
Grünkohl
Kartoffel
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mairübe
Mizuna (Asiasalat)
Ölrettich
Pak Choi
Palmkohl
Radicchio
Romana-Salat
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Rucola
Senf
Sonnenblume
Spitzkohl
Steckrübe
Topinambur
Weißkohl
Winterkresse
Wirsing
Zuckerhut
Gute Nachfolger
Aubergine
Blumenkohl
Brokkoli
Chili
Chinakohl
Flower Sprouts
Gartenmelde
Grünkohl
Gurke
Honigmelone
Kohlrabi
Mangold
Melothria
Neuseeländer Spinat
Palmkohl
Paprika
Romanesco
Rosenkohl
Rote Bete
Rotkohl
Spitzkohl
Tomate
Wassermelone
Weißkohl
Wirsing
Zucchini
Zwiebel
Neutrale Nachfolger
Möhre
Schlechte Nachfolger
Artischocke
Batavia
Buschbohne
Cardy
Chicorée
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Endivie
Feuerbohne
Kamille
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Radicchio
Ringelblume
Romana-Salat
Sonnenblume
Stangenbohne
Topinambur
Zuckerhut

Sorten

Achte bei den Sorten genau auf die Beschreibung. Manche eignen sich nur für den Frühjahrsanbau, andere für den Sommeranbau, und manche können beides. Einige wenige Sorten taugen für den Überwinterungsanbau. Im Sommer, gerade wenn es sehr heiß ist, wachsen andere Gartensalate oft besser. Batavia- und Romanasalate zum Beispiel vertragen die Sommerhitze besser. Die alten Wintersorten wie Winterkönig, Neusiedler Gelber Winter, Winterbutterkopf oder Brauner Winter überstehen den Winter im Freiland und liefern Ende April die ersten Köpfe. Blattlausresistente Sorten ersparen dir im Frühjahr viel Ärger.

Pflege und Düngung

Halte Salat immer gut feucht, aber nicht nass. Bei Trockenstress werden die Blätter hart, die Pflanze geht schneller in die Blüte und wird bitter.

Dünger braucht Salat nicht, eine Kompostgabe aufs Beet im Frühjahr oder Herbst schadet aber nicht. Setze ihn nicht in stark gedüngte Beete, sonst kann er Nitrat anreichern.

Frischer Mist fördert Fäulnis, deshalb kommt er nicht aufs Salatbeet. Lockere den Boden nach Starkregen und mulche im Sommer dünn. Wintersalat deckst du in schneelosen Wintern mit etwas Reisig ab, im ungeheizten Gewächshaus gießt du ihn nur alle vier bis sechs Wochen an einem sonnigen Vormittag und lüftest kräftig.

Krankheiten und Schädlinge

Im Hausgarten ist Kopfsalat meist eine gesunde Kultur, seine schlimmsten Feinde sind Schnecken. Sie fressen Keimlinge und frisch gesetzte Pflanzen über Nacht kahl, später sitzen sie in den äußeren Blättern. Setze kräftige Jungpflanzen in ein zuvor einige Tage offenes Beet, sammle abends ab und halte den Boden rund um den Salat locker. Wir haben mit Schneckenkrägen gute Erfahrungen gemacht.

Blattläuse sitzen gern im Herzen der Köpfe, im Gewächshaus vor allem im Frühjahr. Sie übertragen das Salatmosaikvirus, das die Blätter gelbgrün scheckt und die Pflanzen kümmern lässt. Blattlausresistente Sorten, ein Kulturschutznetz und gesundes Saatgut helfen am meisten. Welkt ein Salat plötzlich bei feuchtem Boden, steckt oft die Salatwurzellaus an den Wurzeln. Dann helfen nur ein Wechsel der Fläche und resistente Sorten.

Im Spätsommer und Herbst zeigt der Falsche Mehltau gelbe Flecken auf den älteren Blättern mit weißem Belag darunter. Nimm für späte Sätze resistente Sorten oder weiche auf Endivien aus. Bei nassem Wetter faulen Köpfe von unten: Grauschimmel, die Sclerotinia-Fäule und die Schwarzfäule durch Rhizoctonia gehen vom Boden aus. Pflanze den Salat so hoch, dass der Ballen zur Hälfte herausschaut, gieße morgens, dünge nicht mit frischem Mist und halte zwischen Salaten drei Jahre Pause.

Nach Kartoffeln oder frisch umgebrochener Wiese nagen Drahtwürmer an den Wurzeln, die Pflanzen welken und sterben binnen Tagen. Leg zwei Wochen vor der Pflanzung Kartoffelhälften als Köder aus und setze nur gut bewurzelte Jungpflanzen. Erdraupen fressen junge Pflanzen am Wurzelhals ab, auch hier helfen kräftige Jungpflanzen und ein Netz.

Anfällig für
Bakterielle Blattflecken an Salat
Bakterielle Nassfäule
Breitadrigkeit
Drahtwurm(Anfälligkeit hoch)
Echter Mehltau an Korbblütlern(Anfälligkeit gering)
Erdraupen
Falscher Mehltau an Salat(Anfälligkeit hoch, resistente Sorten erhältlich)
Gammaeule
Gemüseminierfliegen
Grauschimmel
Grüne Pfirsichblattlaus
Gurkenmosaikvirus
Korkwurzelkrankheit
Nacktschnecken(Anfälligkeit hoch)
Nördlicher Wurzelgallennematode(Anfälligkeit hoch)
Pythium-Wurzelfäule
Rapsglanzkäfer(Anfälligkeit gering)
Rhizoctonia
Ringfleckenkrankheit an Salat
Salatblattlaus(resistente Sorten erhältlich)
Salatmosaikvirus(resistente Sorten erhältlich)
Salatwurzellaus(resistente Sorten erhältlich)
Tomatenbronzefleckenvirus
Weißstängeligkeit
Kein Wirt für
Stängelälchen

Ernte und Verarbeitung

Sieht der Salat gut aus, kannst du ihn ernten. Das Erntefenster ist beim Kopfsalat kurz: Etwa fünf Tage lang ist der Kopf fest und süß, dann streckt er sich, die Blätter werden hart und bitter. Ernte am besten früh am Morgen, wasche und schleudere den Salat und bewahre ihn im feuchten Tuch im Kühlschrank auf, so hält er zwei bis drei Tage. Steht mehr Salat erntereif, als du essen kannst, schneide den Strunk halb durch, dann schießt der Kopf einige Tage später. Im Frühjahr geschnittene Köpfe treiben aus dem Strunk oft noch einmal kleine Blätter nach.

Beetplaner öffnen 7 Tage kostenlos testen, Web, iOS und Android