Sojabohne anbauen

Glycine max Soja
Weitere Namen
Soja
Botanischer Name
Glycine max
Familie / Gattung
Fabaceae / Glycine
Pflanzenkategorie
Hülsenfrüchte
SojabohneStepanych/Shutterstock.com

Die Sojabohne, die in Japan schon seit über 3000 v. Chr. gezüchtet wird, hat von dort aus einen Siegeszug über die Welt angetreten. Sie wird mittlerweile überall angebaut, wo es das Klima zulässt. Zum Teil auch unter umstrittenen Vorbedingungen, wie Rodung von Regenwäldern.
Ihre Beliebtheit verdankt sie ihrem hohen Eiweißanteil, der sie zu einem vorzüglichen Fleischersatz macht.
Bei uns im Hausgarten wird man Sojabohnen eher als Edamame anbauen, das sind großsamige Sorten, die grün geerntet werden und kurz gekocht und gesalzen, als Snack gegessen werden. Der ein oder andere wird vielleicht auch den eigenen Tofu oder Sojadrink herstellen wollen.

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne
Nährstoffbedarf
Schwachzehrer
Schwierigkeitsgrad
Profi
Kultur (nach Gertrud Franck)
A - hohe oder breite Kulturen, nahezu Ganzjährig
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Begleitkultur
Kulturzeit
100 Tage
Reihenabstand
30 cm
Pflanzabstand
15 cm
Wuchshöhe
20 - 100 cm
Saattiefe
4 cm
Keimtemperatur (minimal)
6 °C
Keimtemperatur (optimal)
8 - 12 °C
Keim-Art
Dunkel
Vorzieh-Dauer
30 Tage

Sojabohne: Pflanzzeiten & Erntezeiten

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Direktsaat
Vorziehen
Verpflanzen
Ernte

Direktsaat von Anfang Mai bis Mitte Juni. Verpflanzen ins Beet von Mitte Juni bis Ende Juni. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Mitte Mai und Ende Mai. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 100 Tagen etwa Anfang August beginnen und geht bis Ende Oktober.

Sojabohne aussäen und pflanzen

Sojabohnen sind auf ein bestimmtes Knöllchenbakterium angewiesen, das in europäischen Böden natürlicherweise nicht vorkommt. Deshalb muss man das Saatgut mit diesen "impfen". Meist liegt dem Saatgut ein Tütchen mit diesen Bakterien bei und man vermischt sie nach Anleitung vor dem Aussäen.

Standort und Boden

Sie mögen locker Humoren, tiefgründigen Boden, da sie lange Pfahlwurzeln ausbilden. Der Standort sollte warm und windgeschützt sein. Bevorzugt Weinbauklima.

Sojabohne: Gute und schlechte Nachbarn

Gute Nachbarn
Mais

Sojabohne: Vorgänger und Nachfolger

Wie immer sind Hülsenfrüchte für Starkzehrer gute Vorgänger, da sie den Boden mit Stickstoff anreichern.

Gute Vorgänger
Meerrettich
Tomate
Schlechte Vorgänger
Ackerbohne
Alexandrinerklee
Buschbohne
Erbse
Erdklee
Esparsette
Feuerbohne
Inkarnatklee
Kichererbse
Linsen
Lupine
Luzerne
Perserklee
Rotklee
Sojabohne
Sommerwicke
Sonnenblume
Stangenbohne
Weißklee
Winterwicke
Gute Nachfolger
Aubergine
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Gurke
Hafer
Honigmelone
Kartoffel
Knoblauch
Knollensellerie
Kohlrabi
Kürbis
Mais
Mangold
Meerrettich
Melothria
Ölrettich
Pak Choi
Palmkohl
Phacelia
Rhabarber
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Schnittsellerie
Spargel
Spinat
Spitzkohl
Stangensellerie
Tomate
Wassermelone
Weißkohl
Wirsing
Zucchini
Schlechte Nachfolger
Ackerbohne
Alexandrinerklee
Buschbohne
Erbse
Erdklee
Esparsette
Feldsalat
Feuerbohne
Inkarnatklee
Kichererbse
Linsen
Lupine
Luzerne
Perserklee
Rotklee
Schalotte
Sojabohne
Sommerwicke
Sonnenblume
Stangenbohne
Weißklee
Winterwicke
Zwiebel

Sorten

Es gibt unterschiedlichste Sorten, manche mit großen Schoten für Edamame, andere zur Ölgewinnung oder zur Tofuherstellung. Da muss man sich informieren, je nachdem was man erreichen möchte.

Pflege und Düngung

Sojabohnen müssen regelmäßig gegossen werden, sollte es zu rocken sein. Auch sollte man sie besonders anfangs unkrautfrei halten und den Boden etwas lockern.
Sollten die Blätter hell werden sollte man überprüfen ob sich genug Knöllchen an den Wurzeln gebildet haben. Wenn nicht, hat das Impfen nicht richtig funktioniert und man muss sie mit organischem Dünger versorgen.

Krankheiten und Schädlinge

Anfällig für
Bakterieller Bohnenbrand
Bohnenfliege(Anfälligkeit mittel)
Bohnengelbmosaikvirus
Distelfalter(Anfälligkeit mittel)
Falscher Mehltau der Sojabohne(Anfälligkeit gering, resistente Sorten erhältlich)
Fusarium-Stängelfäule
Gemeine Spinnmilbe(Anfälligkeit gering)
Grüne Reiswanze
Leguminosenmüdigkeit(Anfälligkeit gering)
Marmorierte Baumwanze
Nacktschnecken(Anfälligkeit gering)
Rhizoctonia
Sojabohnenmosaikvirus(Anfälligkeit mittel, resistente Sorten erhältlich)
Speisebohnenkäfer
Stängel- und Hülsenfäule der Sojabohne(Anfälligkeit mittel)
Weichhautmilbe
Weißstängeligkeit(Anfälligkeit mittel, resistente Sorten erhältlich)
Zwiebelthrips
Kein Wirt für
Nanovirus der Erbse
Scharfes Adernmosaikvirus

Ernte und Verarbeitung

nnattalli/Shutterstock.com

Werden die Sojabohnen als Edamame angebaut, sollten sie grün geerntet werden. Dann sind die Hülsen noch etwas pelzig.

In Japan werden sie dann gerne in der Hülse für etwa 5 Minuten in Salzwasser gekocht. eventuell noch etwas nachgesalzen und dann gerne zu als Vorspeise, Snack oder zu Bier gereicht. Man zuzzelt sie direkt aus der salzigen Hülle.
Die ausgelösten Kerne sind prima in Bowls und Reisgerichten.

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