Möhre anbauen

Daucus carota subsp. sativus Karotte, Gelbe Rübe, Gartenmöhre, Mohrrübe, Rübli, Gelbrübe, Riebli, Wurzel
Weitere Namen
Karotte, Gelbe Rübe, Gartenmöhre, Mohrrübe, Rübli, Gelbrübe, Riebli, Wurzel
Botanischer Name
Daucus carota subsp. sativus
Familie / Gattung
Apiaceae / Daucus
Pflanzenkategorie
Wurzel- und Knollengemüse
MöhrePeter Turner Photography/Shutterstock.com

Möhren sind das am häufigsten gegessene Wurzelgemüse überhaupt.
Sie sind überraschenderweise manchmal aber etwas schwierig im Anbau, da sie sehr salzempfindlich sind und deshalb zu viel Dünger im Boden nicht vertragen.
Auch Schnecken mögen die Keimlinge gerne. Am einen Tag freut man sich über die ersten Blättchen und am nächsten Tag sind sie alle weg Oo

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne / Halbschatten
Nährstoffbedarf
Mittelzehrer
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschritten
Kultur (nach Gertrud Franck)
C - niedriger Wuchs, kurze Wachstumszeit
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Begleitkultur
Kulturzeit
150 Tage
Reihenabstand
35 cm
Pflanzabstand
4 cm
Wuchshöhe
30 - 60 cm
Saattiefe
2 cm
Keimtemperatur (minimal)
3 °C
Keimtemperatur (optimal)
18 - 25 °C
Keim-Art
Hell und Dunkel

Möhre: Pflanzzeiten & Erntezeiten

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Direktsaat
Ernte

SommerDirektsaat von Anfang Februar bis Mitte Juni. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 150 Tagen etwa Anfang Juli beginnen und geht bis Ende Oktober.

HerbstDirektsaat von Mitte Mai bis Anfang Juli. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 150 Tagen etwa Ende Oktober beginnen und geht bis Ende Dezember.

Möhre aussäen

Frühe Sorten und für die Sommerernte so früh wie möglich aussähen.
Lagerkarotten für die Ernte im Herbst erst Mitte Mai bis Anfang Juli säen, je nach Reifedauer der Sorte.

Sie haben eine unheimlich lange Keimzeit von bis zu 3 Wochen in der man die Samen feucht halten muss. Man kann zur Markierung der Saatreihen die Samen mit Radieschensamen mischen und diese zusammen ausbringen. Bis die Möhren groß genug sind um den Platz zu brauchen hat man die Radieschen schon geerntet.
Man sollte sie dann noch weiter auf 5 cm vereinzeln.

Standort und Boden

Sie mögen eher magere Böden und brauchen besonders auch in ihrer langen Keimzeit eine gleichmäßige Feuchtigkeit.

Möhre: Gute und schlechte Nachbarn

Gute Nachbarn
Ackerbohne
Batavia
Blumenkohl
Brokkoli
Buschbohne
Chicorée
Chili
Chinakohl
Dill
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Endivie
Erbse
Erdklee
Etagenzwiebel
Flower Sprouts
Frühlingszwiebel
Gartenkresse
Grünkohl
Honigmelone
Kapuzinerkresse
Knoblauch
Kohlrabi
Kopfsalat
Lauch
Lollo bianda / Lollo rosso
Lupine
Mairübe
Pak Choi
Palmkohl
Paprika
Radicchio
Radieschen
Rettich
Ringelblume
Romana-Salat
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Rucola
Schalotte
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Schwarzer Rettich
Schwarzwurzel
Spitzkohl
Tagetes
Tomate
Weißklee
Weißkohl
Wirsing
Zucchini
Zuckerhut
Zwiebel
Schlechte Nachbarn

Möhre: Vorgänger und Nachfolger

Gute Vorgänger
Amaranth
Buchweizen
Hafer
Kartoffel
Kürbis
Lauch
Phacelia
Tagetes
Zucchini
Schlechte Vorgänger
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Knollensellerie
Kohlrabi
Luzerne
Pak Choi
Palmkohl
Pastinake
Petersilie
Petersilienwurzel
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Schnittsellerie
Sonnenblume
Spitzkohl
Steckrübe
Topinambur
Weißkohl
Winterroggen
Wirsing
Sehr schlechte Vorgänger
Dill
Stangensellerie
Gute Nachfolger
Batavia
Buschbohne
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Endivie
Feldsalat
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mairübe
Romana-Salat
Stangenbohne
Schlechte Nachfolger
Erbse
Fenchel
Knollensellerie
Pastinake
Petersilie
Petersilienwurzel
Schnittsellerie
Schwarzwurzel
Sehr schlechte Nachfolger
Dill
Spargel
Stangensellerie

Sorten

Es gibt viele Sorten mit verschiedener Reifedauer und Lagerfähigkeit.

Pflege und Düngung

Die Karotten brauchen Platz um sich zu entwickeln. Deshalb unbedingt vereinzeln und die Reihen nicht zu eng pflanzen.
Nicht düngen, maximal im Frühjahr etwas reifen Kompost aufs Beet ausbringen.
Unkrautfrei halten und gegebenenfalls mulchen. In Trockenzeiten gießen.

Krankheiten und Schädlinge

Anfällig für
Bakterielle Nassfäule
Drahtwurm(Anfälligkeit hoch)
Erdraupen
Grauschimmel
Nacktschnecken
Nördlicher Wurzelgallennematode(Anfälligkeit hoch)
Rhizoctonia
Schorf
Stängelälchen(Anfälligkeit gering)
Violetter Wurzeltöter
Weißstängeligkeit
Wurzelläsionsnematode

Ernte und Verarbeitung

Milaspage/Shutterstock.com

Je nach Sorte schon im Sommer zum Frischverzehr ernten.
Oder wenn die Möglichkeit besteht, ausreifen lassen, das erkennt man daran, daß sich die Blattspitzen verfärben und im Herbst einlagern. Am besten an einem kühlen Platz in feuchten Sand einschlagen.

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