
Zucchini, der `kleine Kürbis´ kann schon 5 Wochen nach der Pflanzung beerntet werden, da man die Früchte ja quasi laufend unreif erntet. Das kann man oft bis zu den ersten Frösten, da die Pflanzen recht robust sind.
Vom Kürbis unterscheidet sich die Zucchini hauptsächlich dadurch, dass sie keine Ranken bildet und eben grundsätzlich unreif geerntet wird. Wobei da die Grenzen fließend sind. Es gibt auch rankende Zucchinisorten und Kürbisse ohne. Der Pattison wird auch immer mal mit Kürbis oder Zucchini angegeben.
Zahlen, Daten, Fakten
Zucchini: Pflanzzeiten & Erntezeiten
Direktsaat von Mitte Mai bis Mitte Juni. Verpflanzen ins Beet von Mitte Mai bis Mitte Juni. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Mitte April und Mitte Mai. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 60 Tagen etwa Mitte Juni beginnen und geht bis Ende Oktober.
Zucchini aussäen und pflanzen
Die Pflanzen werden oft sehr groß. Hat man nicht so viel Platz, sollte man unbedingt nach kleinbleibenden Sorten schauen oder die Zucchini in einen großen Topf (mind. 30 l) pflanzen.
Auch sollte man mindestens 2 Pflanzen haben sonst kann der Ertrag sehr gering ausfallen, wenn keine Bestäuberpflanze in der Nähe ist.
Zucchinipflanzen, wie auch Kürbis- oder Gurkenpflanzen, mögen es nicht wenn ihre Wurzeln verletzt werden, deshalb sollte man sie nicht pikieren sondern die Samen gleich in größere Töpfchen (8 cm +) legen.
Zucchini: Gute und schlechte Nachbarn
Zucchini brauchen viel Platz, etwa einen Quadratmeter pro Pflanze, und volle Sonne. Bewährt haben sich Möhren, Pastinaken und Zwiebeln in den Reihen daneben, ebenso Bohnen, Rote Bete, Dill und Fenchel. Basilikum, Kamille und Majoran fühlen sich zwischen den Zucchini wohl. Radieschen kannst du im Frühjahr rund um die jungen Pflanzen säen, sie sind geerntet, bevor die großen Blätter den Platz brauchen.
Rettich setzt du lieber woanders hin, und Kohl gilt neben Zucchini als ungünstig. Halte Abstand zu Gurken, Kürbis und Melonen, denn sie teilen Mehltau und Viren, die Blattläuse von Pflanze zu Pflanze tragen. Aus demselben Grund setzt du junge Zucchini nicht direkt neben ältere.
- Förderung der Bestäubung
- Konkreter Praxis-Tipp für dieses Paar
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- Gemeinsamer Erreger, Ausbreitung über Nähe
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Zucchini: Vorgänger und Nachfolger
Als Vorkultur kann man eine Gründüngung oder Puffbohnen pflanzen, die bis zum Pflanzen der Zucchini dann schon abgeerntet sind und einen vorgedüngten Boden hinterlassen. Auch Salate und Radieschen könnte man noch davor pflanzen um den Platz nicht so lange leer zu lassen. Dann sollte man aber erst kurz vor den Zucchini den Boden düngen.
Zucchini kommen frühestens nach vier Jahren wieder auf dasselbe Beet, und das gilt auch für Kürbis, Gurken und Melonen. Sie teilen Krankheiten, die an Pflanzenresten im Boden überdauern. Erbsen, Bohnen oder eine Vorsaat aus Ackerbohnen sind gute Vorgänger, weil die Zucchini als Starkzehrer viel Stickstoff braucht. Standen auf dem Beet Sonnenblumen, warte drei Jahre, denn beide bekommen die Weißstängeligkeit. Nach den Zucchini ist der Boden gut versorgt. Im nächsten Jahr wachsen dort Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schalotten gut, ebenso Möhren und Pastinaken, wenn du die Zucchini sauber gejätet hast.
- Stickstoffnachlieferung
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- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
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- Selbstunverträglichkeit
- Unkrautunterdrückung für die Folgekultur
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Pflege und Düngung
Durch die Anfälligkeit für Mehltau, den falschen genauso wie den echten, ist die Pflanze über eine regelmäßige Stärkung mit Schachtelhalmbrühe oder -jauche dankbar, auch als Spritzung auf die Blätter. Ansonsten sollte das Beet vor der Pflanzung gut mit Kompost oder Mist vorbereitet werden.
Um einen regelmäßigen Ertrag und schöne Früchte zu erzielen muss man regelmäßig gießen.
Krankheiten und Schädlinge
An Zucchini zeigt sich ab Mitte Juli oft der Echte Mehltau als weißer, abwischbarer Belag, zuerst auf älteren Blättern. Die Pflanzen tragen meist trotzdem weiter. Gieß am Morgen und am Fuß der Pflanzen, damit das Laub schnell abtrocknet, und setz neue Pflanzen nicht direkt neben ältere. Viren wie das Zucchinigelbmosaik machen Blätter scheckig und Früchte beulig. Blattläuse tragen sie von Pflanze zu Pflanze, deshalb hilft ein Kulturschutznetz bis zur Blüte. Es gibt Sorten, die gegen Mehltau und Viren widerstandsfähiger sind.
Bei nassem Wetter zeigt sich an Kürbis und Zucchini manchmal die Gummistängelkrankheit: Am Stängelgrund wird das Gewebe weich, ein klebriger Saft tritt aus, und kleine schwarze Pünktchen erscheinen. Nimm befallene Triebe gleich heraus und gieß immer am Fuß der Pflanze.
Bei kühl-feuchtem Wetter können Gurkenkrätze und Septoria-Blattflecken auftreten, räum befallene Pflanzen im Herbst vollständig ab. Im Frühjahr und Herbst fressen Schnecken gern an jungen Pflanzen.
Ernte und Verarbeitung
Zucchini sollte man jung ernten, 10 bis 25 cm reichen. Umso größer sie werden umso matschiger und weniger geschmackvoll werden sie. Achtung bei bitteren Zucchini. Auf keinen Fall essen! Die bitteren Stoffe sind giftig und führen schon in kleinen Mengen zu Erbrechen und Durchfall und können die Schleimhäute des Verdauungstraktes schwer schädigen. Das die Früchte bitter werden kann passieren, wenn man Samen von Zucchini hat, die neben Zierkürbissen gewachsen sind. Zierkürbisse haben oft noch viele dieser Bitterstoffe und dürfen deshalb nicht gegessen werden. Wenn sie zu nahe zusammen angebaut werden kreuzen sich die Bitterstoffe wieder ein. Auch bei größerer Trockenheit können die Pflanzen auf einmal wieder diese Stoffe produzieren, im Stress.
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