Brokkoli anbauen

Brassica oleracea var. italica Broccoli, Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl, Sprossenkohl
Weitere Namen
Broccoli, Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl, Sprossenkohl
Botanischer Name
Brassica oleracea var. italica
Familie / Gattung
Brassicaceae / Brassica
Pflanzenkategorie
Kohlgemüse
BrokkoliWongsakon/Shutterstock.com

Brokkoli gehört zu den ergiebigsten Kohlarten im Hausgarten, weil du ihn nicht nur einmal erntest. Gegessen werden die noch fest geschlossenen Blütenstände samt dem fleischigen Stiel, und nach dem Schnitt des Hauptkopfes treibt die Pflanze aus den Blattachseln immer neue kleine Seitentriebe nach. So liefert eine einzige Pflanze über mehrere Wochen frische Röschen für die Küche.

Der Name stammt vom italienischen brocco für Spross oder Trieb. Aus Kleinasien kam der Brokkoli über Italien nach Europa und wird hier seit dem 16. Jahrhundert angebaut. Seinen weltweiten Ruf als besonders gesundes Gemüse bekam er im 20. Jahrhundert über die USA, und das nicht zu Unrecht: Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Beta-Karotin sowie Calcium, Kalium und Magnesium stecken reichlich drin. Dazu kommen die Glucosinolate und das Sulforaphan, die in Studien wegen ihrer krebshemmenden Wirkung untersucht werden.

Im Vergleich zum nah verwandten Blumenkohl ist Brokkoli der unkompliziertere Bruder. Er verträgt leichte Fröste, kommt auch in raueren Lagen zurecht und verzeiht kleine Pflegefehler eher. Bei uns wächst er 60 bis 100 cm hoch und bildet tiefe Wurzeln, was ihm bei sommerlicher Trockenheit hilft. Wer ihn nach der Ernte einfach stehen und blühen lässt, bekommt obendrein eine hervorragende Bienenweide und fördert Schlupfwespen und Schwebfliegen im ganzen Beet.

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne / Halbschatten
Nährstoffbedarf
Starkzehrer
Schwierigkeitsgrad
Einfach
Kultur (nach Gertrud Franck)
A - hohe oder breite Kulturen, nahezu Ganzjährig
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Leitkultur
Winterhärte
Bedingt winterhart bis -8 °C
Kulturzeit
85 - 240 Tage
Reihenabstand
50 cm
Pflanzabstand
50 cm
Wuchshöhe
60 - 100 cm
Saattiefe
1 cm
Keimtemperatur (minimal)
8 °C
Keimtemperatur (optimal)
15 - 20 °C
Keim-Art
Hell und Dunkel
Vorzieh-Dauer
30 Tage

Brokkoli: Pflanzzeiten & Erntezeiten

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Direktsaat
Vorziehen
Verpflanzen
Ernte
Ernte (im nächsten Jahr)

SommerDirektsaat von Anfang April bis Ende Juni. Verpflanzen ins Beet von Anfang Mai bis Ende Juli. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang April und Ende Juni. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 85 Tagen etwa Anfang Juni beginnen und geht bis Ende November.

WinterDirektsaat von Anfang August bis Ende August. Verpflanzen ins Beet von Anfang September bis Ende September. Vorziehen etwa 30 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang August und Ende August. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 240 Tagen etwa Anfang April beginnen und geht bis Ende Mai im nächsten Jahr.

Brokkoli aussäen und pflanzen

Brokkoli ziehst du am besten vor, weil die Jungpflanzen rund 30 Tage bis zum Auspflanzen brauchen und im Beet gegen Schnecken und Unkraut einen Vorsprung gut gebrauchen können. Direktsaat klappt auch, liefert aber weniger zuverlässige Bestände. Für die Anzucht nimmst du tiefe Töpfe, denn die Wurzeln gehen früh in die Tiefe. Zwei bis drei Samen pro Gefäß 0,5 bis 1 cm tief in magere Anzuchterde drücken, mit der Sprühflasche anfeuchten, damit nichts ausgeschwemmt wird, und hell bei 15 bis 20 °C stellen. Nach 7 bis 10 Tagen zeigen sich die Keimlinge, pikiert wird, sobald die ersten echten Blätter da sind.

Für den Sommerbrokkoli säst du ab Ende Februar bis Ende Juni vor und pflanzt ab Mitte Mai bis Ende Juli aus. Direkt ins Beet säen kannst du von Mitte April bis Ende Juni. Winterbrokkoli wird im August ausgesät und im September gepflanzt, geerntet wird er dann im April und Mai des Folgejahres. Jungpflanzen mit blau-violetten Blättern sind zu kalt angezogen worden, die pflanzt du besser gar nicht erst aus.

Im Beet bekommt jede Pflanze 50 x 50 cm Platz, in der Reihe darfst du auf 40 cm heruntergehen, wenn du eher kompakte Sorten anbaust. Das Kulturschutznetz legst du direkt beim Pflanzen auf, nicht erst zwei Wochen später, sonst sitzen die Schädlinge schon darunter. Zwei bis drei Wochen nach dem Auspflanzen häufelst du die Pflanzen leicht an, das stabilisiert die schweren Stiele.

Standort und Boden

Brokkoli will Sonne bis leichten Halbschatten und einen Platz, an dem der Wind die hohen Pflanzen nicht umlegt. Der Boden soll humos, nährstoffreich, tiefgründig und gut wasserspeichernd sein, schwere lehmige oder lehmig-sandige Böden passen hervorragend. Entscheidend ist der Kalkgehalt: Ein pH-Wert um 7,0 oder etwas darüber hält die Pflanzen gesund, saure Böden begünstigen dagegen die gefürchtete Kohlhernie. Arbeite vor dem Pflanzen reifen Kompost ein und gib bei niedrigem pH-Wert Algenkalk dazu.

Gleichmäßige Feuchtigkeit ist wichtiger als viel Wasser auf einmal. Staunässe schadet den Wurzeln und öffnet Pilzkrankheiten die Tür, deshalb muss das Beet gut abtrocknen können. Im Topf klappt Brokkoli nur bedingt, das Gefäß sollte mindestens 30 cm tief sein und regelmäßig Wasser und Dünger bekommen.

Brokkoli: Gute und schlechte Nachbarn

Sellerie ist der wichtigste Beetpartner für Brokkoli. Gertrud Franck hat Knollen- oder Stangensellerie abwechselnd mit Kohl in dieselbe Reihe gesetzt und dabei beobachtet, dass der Kohlweißling dort kaum Eier ablegt. Auch Tomaten gelten als gute Schutznachbarn, solange du nicht ohnehin ein Netz über den Brokkoli legst. Dill, Borretsch, Ringelblume und Tagetes am Rand locken Nützlinge an, Thymian und Salbei sollen Kohlschädlinge mit ihrem Duft verwirren.

Buschbohnen, Stangenbohnen und Erbsen passen gut daneben, ebenso Rote Bete, Mangold, Spinat und Möhren. Solange der Brokkoli noch klein ist, bleibt zwischen den Pflanzen viel Platz. Dort wachsen Pflücksalat, Kopfsalat, Feldsalat oder ein Ring Radieschen, die längst geerntet sind, wenn der Brokkoli den Raum braucht, und der Salat soll obendrein die Erdflöhe vom jungen Kohl fernhalten. Radicchio und Zuckerhut vertragen den Schatten der großen Blätter und dürfen bis in den Herbst stehen bleiben.

Kartoffeln setzt du besser nicht direkt neben Brokkoli, und Gartenkresse säst du lieber für sich. Kapuzinerkresse ist selbst Futterpflanze der Kohlweißlingsraupen, ob sie den Brokkoli entlastet oder die Falter erst anlockt, weiß niemand sicher. Andere Kohlarten neben Brokkoli sind kein Problem, solange du sie in der Fruchtfolge auseinanderhältst.

Sehr gute Nachbarn
Erdklee
Knollensellerie
Schnittsellerie
Stangensellerie
Gute Nachbarn
Batavia
Borretsch
Buschbohne
Dill
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Endivie
Erbse
Feldsalat
Gurke
Inkarnatklee
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mangold
Möhre
Paprika
Radicchio
Radieschen
Rhabarber
Ringelblume
Romana-Salat
Rote Bete
Salbei
Spinat
Stangenbohne
Tagetes
Thymian
Tomate
Weißklee
Zuckerhut
Schlechte Nachbarn
Gartenkresse
Kartoffel
Rucola
Zucchini

Brokkoli: Vorgänger und Nachfolger

Brokkoli und alle anderen Kreuzblütler brauchen vier Jahre Abstand auf demselben Beet. Kohlhernie, Kohlfliege und Kohldrehherzmücke überdauern im Boden, und nach einem Kohlhernie-Befall pflanzt du dort sieben bis zehn Jahre gar keine Kreuzblütler mehr. Das gilt für alle Kohlarten, ebenso wie für Rucola, Kresse und Rettich. Senf als Gründüngung könnte problematisch sein, da es ebenfalls ein Kreuzblütler ist. Gertrud Franck schreibt, das dieser so weit entfernt verwandt ist, das keine negativen Beeinflussungen entstehen.

Die beste Vorkultur für Brokkoli sind Erbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, deren Stickstoff der hungrige Brokkoli gut nutzt. Auch nach Zwiebeln, Knoblauch und Schalotten wächst Kohl erfahrungsgemäß besonders gut, und Salat oder Sellerie räumen das Beet rechtzeitig. Nach Roter Bete, Mangold, Spinat und Lauch kann sich der Rübenzystennematode im Boden halten, der auch Kohl schädigt. Früh geernteter Brokkoli hinterlässt im Sommer ein gut durchwurzeltes Beet, auf das Endivie oder Feldsalat folgen, im nächsten Jahr passen Pastinaken, Lauch oder Bohnen. Möhren, Schwarzwurzeln und Salat wachsen nach Kohl schlechter, und Zwiebeln werden nach den vielen Ernteresten weich und lagern schlecht.

Sehr gute Vorgänger
Lupine
Gute Vorgänger
Ackerbohne
Alexandrinerklee
Batavia
Buchweizen
Buschbohne
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Erbse
Erdklee
Esparsette
Feuerbohne
Frühlingszwiebel
Hafer
Inkarnatklee
Kichererbse
Knoblauch
Knollensellerie
Kopfsalat
Lauch
Linsen
Lollo bianda / Lollo rosso
Luzerne
Perserklee
Phacelia
Radieschen
Romana-Salat
Rotklee
Schalotte
Schnittsellerie
Sojabohne
Sommerwicke
Sonnenblume
Spinat
Stangenbohne
Stangensellerie
Weißklee
Winterroggen
Winterwicke
Zwiebel
Schlechte Vorgänger
Gartenkresse
Mangold
Meerrettich
Rettich
Rote Bete
Rucola
Schwarzer Rettich
Winterkresse
Sehr schlechte Vorgänger
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Kohlrabi
Mairübe
Mizuna (Asiasalat)
Ölrettich
Pak Choi
Palmkohl
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Senf
Spitzkohl
Steckrübe
Weißkohl
Wirsing
Gute Nachfolger
Ackerbohne
Alexandrinerklee
Buschbohne
Endivie
Erbse
Erdklee
Feldsalat
Feuerbohne
Inkarnatklee
Kichererbse
Lauch
Linsen
Luzerne
Pastinake
Perserklee
Phacelia
Rote Bete
Rotklee
Sojabohne
Sommerwicke
Spinat
Stangenbohne
Weißklee
Winterroggen
Winterwicke
Schlechte Nachfolger
Batavia
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Esparsette
Gartenkresse
Gurke
Honigmelone
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mangold
Meerrettich
Melothria
Möhre
Radieschen
Rettich
Romana-Salat
Rucola
Schalotte
Schwarzer Rettich
Schwarzwurzel
Wassermelone
Winterkresse
Zwiebel
Sehr schlechte Nachfolger
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Kohlrabi
Mairübe
Mizuna (Asiasalat)
Ölrettich
Pak Choi
Palmkohl
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Senf
Spitzkohl
Steckrübe
Weißkohl
Wirsing

Sorten

Bei Brokkoli lohnt der Blick auf die Anbauzeit. Sommersorten liefern ab Juli, Herbstsorten bis in den November, und Wintersorten stehen über die kalte Jahreszeit im Beet. Dazu kommt der Unterschied zwischen Kopfbrokkoli mit einem großen Hauptkopf und anschließenden Seitentrieben und dem Stängelbrokkoli, der viele kleine Röschen an langen Stielen bildet.

Calabrese Natalino ist eine der wenigen samenfesten Sorten und für Selbstversorger die erste Wahl. Die mittelfrühe Sorte aus Kalabrien schmeckt mild und leicht nussig, treibt nach dem Kopfschnitt bis in den Herbst nach und lässt sich nachbauen. Purple Sprouting ist ein violetter Stängelbrokkoli, winterhart, mehrjährig kultivierbar und mit fast spargelartigem Aroma. Wer viele Seitentriebe und eine lange Erntezeit will, findet in Limba eine passende Sorte. Unter den Hybriden sind hitzetolerante Typen für den Sommeranbau und sehr frostfeste Sorten für die Herbst- und Winterernte verbreitet, die bis etwa -10 °C durchhalten.

Pflege und Düngung

Gleichmäßiges Gießen entscheidet beim Brokkoli über die Kopfqualität. Der Boden soll dauerhaft feucht sein, ohne nass zu stehen. Gieß möglichst direkt an den Wurzelhals, dann bleiben die Blätter trocken und Pilzkrankheiten haben es schwerer. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Beinwellblättern oder sonstigem Mulch hält die Feuchtigkeit, kühlt die Wurzeln im Hochsommer und spart dir viel Unkrautjäten. Wo du nicht mulchst, hackst du regelmäßig zwischen den Reihen, das belüftet den Boden und nimmt Schädlingen den Unterschlupf.

Als Starkzehrer braucht Brokkoli Futter. Zwei bis drei Wochen vor dem Pflanzen arbeitest du 3 bis 4 Liter gut verrotteten Kompost pro Quadratmeter ein, dazu gut 100 g Hornspäne für eine langsame Stickstoffversorgung. Vier bis sechs Wochen nach dem Auspflanzen folgt die erste Nachdüngung mit verdünnter Brennnesseljauche im Verhältnis 1:10, nach weiteren drei bis vier Wochen kannst du noch einmal nachlegen und dabei etwas mehr Kalium geben, das festigt die Köpfe. Beim Winterbrokkoli gilt das Gegenteil: Im Herbst nicht düngen, sonst wird das Gewebe weich und friert leichter. Die Düngung verschiebst du aufs Frühjahr.

Hohle Strünke und braune Knospen deuten auf Bormangel hin, der bei Brokkoli häufiger auftritt als bei anderen Kohlarten. Eine ausgewogene Kompostversorgung und gelegentlich eine Bodenanalyse helfen, das rechtzeitig zu erkennen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae) ist das größte Risiko im Brokkolibeet. Der bodenbürtige Schleimpilz erzeugt knollige Wurzelverdickungen, die Pflanzen kümmern, welken bei Wärme und bleiben klein. Bekämpfen lässt sich der Erreger nicht, befallene Pflanzen kommen sofort in den Hausmüll und nie auf den Kompost. Vorbeugen kannst du mit vier Jahren Anbaupause, guter Drainage, einem pH-Wert von mindestens 7,0 und einer Handvoll Algenkalk ins Pflanzloch.

Die Kohldrehherzmücke trifft Brokkoli stärker als jede andere Kohlart. Ihre winzigen Larven sitzen im Herz der jungen Pflanze, die Blätter verdrehen sich, und der Kopf bleibt aus oder zerfällt in viele kleine Triebe. Ein Kulturschutznetz mit höchstens 0,8 mm Maschenweite schützt, und zwischen zwei Kohlkulturen auf demselben Beet sollten mindestens zwei Jahre liegen.

Der Kohlweißling (Pieris brassicae und Pieris rapae) ist der häufigste Schädling. Nicht die Falter, sondern ihre grüngelb gestreiften Raupen, fressen die Blätter bis aufs Skelett ab. Ein Kulturschutznetz direkt ab dem Pflanztag hält sie draußen, Sellerie und stark duftende Kräuter wie Thymian rund ums Beet stören die Eiablage. Gegen starken Befall hilft ein Präparat auf Basis von Bacillus thuringiensis, ansonsten sammelst du Eigelege und Raupen ab.

Die Kohlfliege (Delia radicum) legt ihre Eier am Wurzelhals ab, die Maden zerstören Wurzeln und Stängelbasis. Netz, Schutzscheiben aus Karton um den Wurzelhals und Fruchtfolge sind die einzigen wirksamen Mittel. Erdflöhe (Phyllotreta spp.) hinterlassen runde Löcher in jungen Blättern und treten vor allem bei Trockenheit auf, feuchter Boden und Mulch bremsen sie. Die Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae) bildet mehlig bestäubte Kolonien an Triebspitzen, hier helfen Nützlinge die durch Ringelblume und Tagetes abgelockt werden, ein kräftiger Wasserstrahl oder Schmierseifenlösung. Falscher Mehltau (Peronospora parasitica) und Alternaria-Blattflecken treten bei Nässe auf den Blättern auf, weite Pflanzabstände und Gießen von unten sind die beste Vorsorge.

Anfällig für
Adernschwärze(Anfälligkeit mittel)
Blumenkohlmosaikvirus
Echter Mehltau an Kohl
Falscher Mehltau an Kohl
Kleine Kohlfliege
Kohldrehherzmücke(Anfälligkeit hoch)
Kohlerdflöhe
Kohleule
Kohlhernie(Anfälligkeit hoch)
Kohlmotte
Kohlmottenschildlaus
Kohlschwärze
Kohlweißlinge
Mehlige Kohlblattlaus
Ringfleckenkrankheit an Kohl
Rübenzystennematode
Weißer Rost

Ernte und Verarbeitung

Brokkoli erntest du, wenn der Hauptkopf kompakt und kräftig blaugrün ist und die Knospen noch fest geschlossen sind. Öffnen sie sich und werden gelblich, ist der beste Moment vorbei, der Geschmack wird stark kohlig und die Nährstoffe gehen zurück. Bei Hitze passiert das innerhalb weniger Tage, deshalb schaust du in der Erntezeit besser täglich vorbei.

Schneide den Kopf mit einem scharfen Messer samt 10 bis 15 cm Stiel und ein paar Blättern ab und lass die Pflanze stehen. Aus den Blattachseln wachsen kleinere Seitentriebe nach, die du über Wochen weiter abernten kannst. Sommerbrokkoli ist etwa 7 bis 9 Wochen nach dem Pflanzen so weit, Winterbrokkoli braucht mehrere Monate und liefert im Frühjahr.

Lange lagern lässt sich Brokkoli nicht. Im Kühlschrank hält er 2 bis 4 Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt etwas länger. Wer mehr erntet, teilt ihn in Röschen, blanchiert kurz und friert ein. In der Küche gilt: kurz dämpfen oder im Wok garen statt lange kochen, dabei bleiben deutlich mehr Inhaltsstoffe erhalten.

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