Spitzkohl anbauen

Brassica oleracea convar. capitata var. alba Spitzkraut
Weitere Namen
Spitzkraut
Botanischer Name
Brassica oleracea convar. capitata var. alba
Familie / Gattung
Brassicaceae / Brassica
Pflanzenkategorie
Kohlgemüse
SpitzkohlPeter Turner Photography/Shutterstock.com

Spitzkohl ist ein Vertreter des Weißkohls aber mit besonderen Eigenschaften. Er ist deutlich verdaulicher und hat zartere Blätter. Er hat das meiste Vitamin C und auch bei den Mineralstoffen liegt er vorne im Vergleich zu allen Kopfkohlen. Aber einen Nachteil hat er auch, er ist nicht lange haltbar.

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne / Halbschatten
Nährstoffbedarf
Starkzehrer
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschritten
Kultur (nach Gertrud Franck)
B - früh, B - spät
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Leitkultur
Kulturzeit
95 - 160 Tage
Reihenabstand
60 cm
Pflanzabstand
50 cm
Wuchshöhe
50 - 100 cm
Saattiefe
2 cm
Keimtemperatur (minimal)
8 °C
Keimtemperatur (optimal)
18 - 22 °C
Keim-Art
Hell und Dunkel
Vorzieh-Dauer
40 Tage

Spitzkohl: Pflanzzeiten & Erntezeiten

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Direktsaat
Vorziehen
Verpflanzen
Ernte

FrühlingDirektsaat von Anfang März bis Mitte Mai. Verpflanzen ins Beet von Mitte März bis Mitte Juni. Vorziehen etwa 40 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Ende Januar und Ende April. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 95 Tagen etwa Ende Juni beginnen und geht bis Ende Oktober.

HerbstDirektsaat von Anfang April bis Ende April. Verpflanzen ins Beet von Mitte Mai bis Ende Juni. Vorziehen etwa 40 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Ende März und Mitte Mai. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 160 Tagen etwa Mitte September beginnen und geht bis Mitte November.

Spitzkohl aussäen und pflanzen

Frühling: frühe Sorten kann man schon Anfang Februar vorziehen um sie ab Mitte März auszupflanzen. So kann man schon Ende Juni, Anfang Juli die ersten Köpfe ernten.

Herbst: Spätkohl pflanzt man später. Man kann sie Anfang April direkt säen oder ab dann Pflanzen vorziehen um sie im Mai auszupflanzen.

Die Samen etwa 2 cm tief in kleine Anzuchtplatten oder andere kleine Töpfchen mit Anzuchtsubstrat säen. Wenn die Keimlinge das erste richtige Blattpaar nach den Keimblättern hat sollte man pikieren. Beim Pikieren am Besten die kleinen Pflänzchen bis zu den Keimblättern in größere Töpfchen mit Pflanzerde pflanzen worin sie bis zum Auspflanzen wachsen dürfen.

Standort und Boden

Als Starkzehrer mag er einen tiefgründigen humosen Lehmboden am liebsten in der Sonne, Halbschatten geht auch, da bleibt er halt kleiner. Den Boden beim Pflanzen mit Kompost und etwas organischem Dünger anreichern.

Spitzkohl: Gute und schlechte Nachbarn

Die Nachbarschaft unter anderem zu Erbsen, Bohnen, Salat und Sellerie mag der Spitzkohl. Andere Starkzehrer sollte man nicht daneben pflanzen.

Sehr gute Nachbarn
Erdklee
Gute Nachbarn
Dill
Feldsalat
Gurke
Inkarnatklee
Radieschen
Weißklee
Schlechte Nachbarn
Kapuzinerkresse
Rucola
Zucchini

Spitzkohl: Vorgänger und Nachfolger

Hülsenfrüchte sind gute Vorgänger da sie den Boden mit Stickstoff anreichern. Spitzkohl und andere Kohlarten sollte man weder davor noch danach an die gleiche Stelle pflanzen.

Gute Vorgänger
Ackerbohne
Alexandrinerklee
Buchweizen
Buschbohne
Erbse
Erdklee
Esparsette
Feuerbohne
Hafer
Inkarnatklee
Kichererbse
Linsen
Lupine
Luzerne
Perserklee
Phacelia
Radieschen
Rotklee
Sojabohne
Sommerwicke
Sonnenblume
Stangenbohne
Weißklee
Winterroggen
Winterwicke
Schlechte Vorgänger
Gartenkresse
Mairübe
Meerrettich
Mizuna (Asiasalat)
Palmkohl
Rucola
Spinat
Steckrübe
Winterkresse
Sehr schlechte Vorgänger
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Kohlrabi
Ölrettich
Pak Choi
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Senf
Spitzkohl
Weißkohl
Wirsing
Gute Nachfolger
Alexandrinerklee
Erdklee
Inkarnatklee
Lauch
Luzerne
Pastinake
Perserklee
Phacelia
Rotklee
Sommerwicke
Weißklee
Winterroggen
Winterwicke
Schlechte Nachfolger
Batavia
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Esparsette
Gartenkresse
Gurke
Haferwurzel
Honigmelone
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mairübe
Meerrettich
Melothria
Mizuna (Asiasalat)
Möhre
Pak Choi
Palmkohl
Radieschen
Romana-Salat
Rucola
Schalotte
Schwarzwurzel
Steckrübe
Wassermelone
Winterkresse
Zwiebel
Sehr schlechte Nachfolger
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Flower Sprouts
Grünkohl
Kohlrabi
Ölrettich
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Senf
Spitzkohl
Weißkohl
Wirsing

Pflege und Düngung

Kohlpflanzen am Besten mit einem Kulturschutznetz abdecken um sie vor Schädlingen zu schützen. Und da gibt es leider einige, die sie zum Fressen gern haben. Der Kohlweißling, die Kohlfliege und die Weiße Fliege, um nur ein paar zu nennen.

Regelmäßig Gießen bei Trockenheit und Unkraut jäten. Anhäufeln sorgt für eine bessere Standfestigkeit und für mehr Seitenwurzeln, die auch mehr Nährstoffe aufnehmen können. Ein bis zweimal mit einem organischen Dünger düngen während der Wachstumsphase. Ein Guß mit einer Pflanzenbrühe oder -jauche tut der Pflanzengesundheit auch immer gut.

Krankheiten und Schädlinge

Anfällig für
Adernschwärze(Anfälligkeit hoch)
Echter Mehltau an Kohl
Falscher Mehltau an Kohl
Kleine Kohlfliege
Kohldrehherzmücke
Kohlerdflöhe
Kohleule
Kohlhernie(Anfälligkeit hoch)
Kohlmotte
Kohlmottenschildlaus
Kohlschwärze
Kohlweißlinge
Mehlige Kohlblattlaus
Ringfleckenkrankheit an Kohl
Weißer Rost

Ernte und Verarbeitung

Um der Kohlhernie vorzubeugen die Kohlpflanzen am Besten immer mit der Wurzel ernten. Umso weniger von der Pflanze im Boden bleibt umso besser. Auf den Kompost dürfen die Reste aber schon. Dann den Stängel mitsamt Wurzel mit einem scharfen Messer abschneiden. Die äußeren Blätter vom Spitzkohl entfernen und dann kann man ihn etwa eine Woche im Kühlschrank oder einem kühlen Keller lagern.

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