
Schnittknoblauch bringt mildes und frisches Knoblaucharoma in den Garten, und das ab dem Frühjahr bis in den Herbst. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südwestchina, wo sie wild in Gebirgslagen unter Büschen wächst. In Asien gehört sie seit Jahrtausenden in die Küche, bei uns ist sie noch ein kleiner Geheimtipp, der aber zunehmend Fans gewinnt.
Die ausdauernde Staude wächst in Horsten und bildet flache, bandförmige Blätter, die je nach Sorte zwischen 30 und 80 cm hoch werden. Von Juli bis September zeigen sich hübsche weiße Blütendolden, die Bienen und Schmetterlinge magisch anziehen. Alle Pflanzenteile sind essbar: Blätter, Blüten, Knospen und sogar die kleinen Zwiebeln über der Wurzel. In Japan heißt die Pflanze Nira, in Korea Buchu und in China Jiucai.
Schnittknoblauch ist ausgesprochen winterhart und verträgt Temperaturen bis etwa minus 20 Grad. Im Winter stirbt das oberirdische Grün ab, im Frühjahr treibt die Pflanze zuverlässig wieder aus. Alle drei bis vier Jahre solltest du die Horste teilen, um sie zu verjüngen.
Zahlen, Daten, Fakten
Schnittknoblauch: Pflanzzeiten & Erntezeiten
Direktsaat von Anfang April bis Ende August. Verpflanzen ins Beet von Mitte Mai bis Ende Juni. Vorziehen etwa 75 Tage vor dem Verpflanzen, etwa zwischen Anfang März und Mitte April. Die Ernte kann im 1. Jahr nach einer Kulturzeit von 60 Tagen beginnen und geht bis Ende November. Beginnend ab dem 2. Jahr kann die Ernte bereits etwa Anfang März beginnen.
Schnittknoblauch aussäen und pflanzen
Schnittknoblauch lässt sich sowohl vorziehen als auch direkt ins Beet säen. Für die Voranzucht legst du ab Ende Februar bis Mitte April etwa 10 bis 15 Samen in einen Topf und stellst ihn bei etwa 20 Grad auf die Fensterbank. Nach dem Keimen kannst du die Horste so aufteilen, dass vier bis fünf Pflänzchen zusammenbleiben. Ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr drohen, dürfen die Jungpflanzen ins Freiland.
Die Direktsaat gelingt von April bis August. Dabei die Samen etwa 1 bis 2 cm tief in die Erde bringe, anschließend gut angießen und gleichmäßig feucht halten. Die Keimung dauert bis zu 28 Tage.
Bestehende Horste lassen sich wunderbar durch Teilung vermehren. Einfach im Frühjahr oder Spätsommer ausgraben, vorsichtig in zwei bis drei Teile aufteilen und mit mindestens 30 cm Abstand wieder einpflanzen. Im ersten Jahr wachsen die Pflanzen noch etwas gemächlich, ab dem zweiten Standjahr legen sie dann richtig los.
Standort und Boden
Schnittknoblauch mag es sonnig bis halbschattig und steht am liebsten an einem warmen, windgeschützten Platz.
Der Boden darf gerne humusreich und nährstoffreich sein, gleichmäßig feucht, aber auf keinen Fall staunass. Staunässe ist tatsächlich das größte Risiko für diese ansonsten sehr robuste Pflanze. Etwas Sand im Boden verbessert die Drainage. Vor dem Pflanzen eine Portion Kompost einarbeiten reicht als Düngung aus.
Schnittknoblauch: Gute und schlechte Nachbarn
Schnittknoblauch bleibt mehrere Jahre am gleichen Platz und wandert nicht jedes Jahr über die Beete. Deshalb passt er besonders gut zu Erdbeeren, die ebenfalls mehrere Jahre stehen. Das Paar hat sich in der Mischkultur bewährt, ob der Schnittknoblauch die Erdbeeren wirklich vor Pilzkrankheiten schützt, ist aber nicht geprüft.
Auch für Tomaten ist er ein guter Begleiter, zum Beispiel im Gewächshaus, wo sie nicht so oft den Platz wechseln. Möhren, Gurken, Pastinaken und Salate vertragen die Nachbarschaft ebenfalls gut. Dass der Duft die Möhrenfliege fernhält, wird oft erzählt, verlassen kannst du dich darauf nicht, ein Gemüsenetz schützt sicherer. Für diese Gemüse eignen sich ohnehin eher andere Lauchgewächse, die wie sie jedes Jahr ihren Platz wechseln.
Bohnen und Erbsen sind als direkte Nachbarn ungünstig, Schnittknoblauch und Hülsenfrüchte hemmen sich gegenseitig im Wuchs. Andere Lauchgewächse wie Schnittlauch, Porree oder Zwiebeln pflanzt du besser nicht direkt daneben, weil sie dieselben Schädlinge anlocken, etwa die Zwiebelfliege und die Lauchminierfliege. Ob Kohl neben Schnittknoblauch passt, wird je nach Land anders überliefert, belegt ist weder ein Nutzen noch ein Schaden.
- Schädlingsabwehr durch Duft oder Tarnung
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
- Gemeinsamer Erreger, Ausbreitung über Nähe
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
- Gemeinsamer Schädling wird angelockt oder vermehrt
Schnittknoblauch: Vorgänger und Nachfolger
Schnittknoblauch bleibt als mehrjährige Staude meist mehrere Jahre am selben Platz stehen. Alle drei bis vier Jahre teilst du die Horste und setzt sie auf ein neues Beet. Dort sollten mindestens vier Jahre lang keine anderen Lauchgewächse wie Schnittlauch, Porree, Zwiebeln oder Knoblauch gestanden haben, damit sich keine Krankheitserreger wie die Mehlkrankheit oder Stängelälchen im Boden anreichern.
Nach Kartoffeln ist der Boden locker und unkrautarm, das hilft dem jungen Schnittknoblauch, der im ersten Jahr noch langsam wächst. Zu Erbsen und Bohnen hältst du zwei Jahre Abstand, denn auch sie werden von Stängelälchen befallen.
- Unkrautunterdrückung für die Folgekultur
- Bodenlockerung, Bodenstruktur
- Unkrautunterdrückung für die Folgekultur
- Unkrautunterdrückung für die Folgekultur
- Unkrautunterdrückung für die Folgekultur
- Unkrautunterdrückung für die Folgekultur
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Selbstunverträglichkeit
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Selbstunverträglichkeit
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Beide Wirt derselben Nematodenart
- Gemeinsamer bodenbürtiger Erreger
- Beide Wirt derselben Nematodenart
Sorten
Das Sortenangebot an Schnittknoblauch wächst langsam, aber stetig. Die Sorten unterscheiden sich vor allem in Wuchshöhe, Blattbreite und Aromaintensität. 'Knolau' ist eine robuste Standardsorte, die bis 50 cm hoch wird und zuverlässig gute Erträge liefert. Wer etwas Kompakteres für den Balkon oder kleinere Beete sucht, ist mit 'Kobold' gut beraten, einer Sorte mit dünnen, aromatischen Halmen. 'Monstrosum' geht in die andere Richtung und kann bis zu 80 cm Höhe erreichen.
Für breite, dicke Halme gibt es Sorten wie 'Fat Leaf' oder 'Kiss me', wobei der Name von 'Kiss me' augenzwinkernd auf den fehlenden Mundgeruch anspielt. Aus Ostasien stammen zahlreiche weitere Sorten, die teils sehr mild schmecken.
Pflege und Düngung
Schnittknoblauch ist wirklich pflegeleicht. Im Freiland reicht in der Regel der Regen, nur bei längerer Trockenheit oder Hitze über 30 Grad musst du gezielt nachgießen. Am besten morgens oder abends, damit die nassen Blätter in der Mittagssonne nicht verbrennen. Bei Topfkultur öfter kontrollieren und unbedingt für Abzugslöcher sorgen.
Nach einem kräftigen Rückschnitt kann eine kleine Extraportion Flüssigdünger das Nachwachsen ankurbeln. Im Winter wird nicht gedüngt.
Halte das Beet unkrautfrei, denn gerade junge Pflanzen können von Unkraut leicht bedrängt werden. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Hackschnitzeln hilft gegen Unkraut, hält Feuchtigkeit und schützt die Wurzeln. Regelmäßiges Ernten fördert den Neuaustrieb und verzögert die Blütenbildung. Wer keine unkontrollierte Selbstaussaat möchte, entfernt die Blütenstände rechtzeitig, denn Schnittknoblauch kann sich sonst ziemlich ausbreiten.
Krankheiten und Schädlinge
Falscher Mehltau (Peronospora destructor) ist eine häufige Pilzkrankheit beim Schnittknoblauch, besonders in feuchten, kühlen Sommern. Du erkennst ihn an blassen, ovalen Flecken auf den Blättern, später bildet sich ein grau-violetter Belag. Vorbeugend hilft es, nur morgens zu gießen, auf gute Luftzirkulation zu achten und befallene Blätter sofort zu entfernen. Eine Spritzung mit Ackerschachtelhalmtee stärkt die Abwehrkräfte.
Lauchrost (Puccinia allii) zeigt sich durch orangefarbene Pusteln auf den Blättern, vor allem im August und September bei feucht-warmem Wetter. Stark befallene Blätter zurückschneiden und nicht auf den Kompost geben. Auch hier hilft Ackerschachtelhalmtee vorbeugend.
Die Zwiebelfliege (Delia antiqua) kann vor allem bei Jungpflanzen zum Problem werden. Ein Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat ist der beste Schutz. Deshalb solltest du Schnittknoblauch auch nicht direkt neben anderen Allium-Arten pflanzen, das lockt die Fliegen erst recht an.
Ernte und Verarbeitung
Schnittknoblauch ist ein Dauerlieferant. Im Freiland kannst du von März oder April bis in den November hinein ernten, auf der Fensterbank sogar ganzjährig. Sobald die Halme 15 bis 20 cm lang sind, schneidest du sie mit einer scharfen Schere etwa zwei Fingerbreit über dem Boden ab. Lass immer ein paar Blätter stehen, damit die Pflanze sich erholen kann. Je öfter du erntest, desto kräftiger treibt sie nach. Essbar sind nicht nur die Blätter, sondern auch Blüten, Knospen und die kleinen Zwiebeln. Die Blüten machen sich frisch wunderbar als Deko in Salaten, die Zwiebeln lassen sich wie Frühlingszwiebeln verwenden. Frisch hält sich Schnittknoblauch nur zwei bis drei Tage im Kühlschrank.
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