Knoblauch anbauen

Allium sativum Knobi, Knofi, Knofl, Chnobli, Knowwlich, viele weitere regional gebräuchliche
Weitere Namen
Knobi, Knofi, Knofl, Chnobli, Knowwlich, viele weitere regional gebräuchliche
Botanischer Name
Allium sativum
Familie / Gattung
Amaryllidaceae / Allium
Pflanzenkategorie
Lauchgemüse
Knoblauchgrove.eco

Seit Jahrtausenden ist Knoblauch aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Seine Würzkraft ist für viele Gerichte auf der ganzen Welt mittlerweile unentbehrlich.

Und auch als Heilpflanze macht er eine gute Figur. Er wirkt vorbeugend vor Herzkreislauferkrankungen indem er die Blutfettwerte unter anderem manche Cholesterinwerte senkt. Den Blutdruck senkt er auch. Er auch wirkt antibakteriell und wird traditionell bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt.

Zahlen, Daten, Fakten

Lichtbedarf
Sonne
Nährstoffbedarf
Mittelzehrer
Schwierigkeitsgrad
Einfach
Kultur (nach Gertrud Franck)
B - früh, B - spät
Kultur (nach Schwester C. Weinrich)
Begleitkultur
Kulturzeit
150 - 285 Tage
Reihenabstand
25 cm
Pflanzabstand
10 cm
Wuchshöhe
30 - 90 cm
Saattiefe
3 cm
Keimtemperatur (minimal)
5 °C
Keimtemperatur (optimal)
15 - 20 °C
Keim-Art
Hell und Dunkel

Knoblauch: Pflanzzeiten & Erntezeiten

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Direktsaat
Ernte
Ernte (im nächsten Jahr)

FrühlingDirektsaat von Mitte Februar bis Mitte März. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 150 Tagen etwa Mitte Juli beginnen und geht bis Mitte August.

WinterDirektsaat von Anfang September bis Ende Oktober. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 285 Tagen etwa Mitte Juni beginnen und geht bis Ende Juli im nächsten Jahr.

Frühling 2Direktsaat von Mitte März bis Mitte April. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 150 Tagen etwa Anfang Juli beginnen und geht bis Ende Juli.

Winter 2Direktsaat von Anfang Oktober bis Ende Oktober. Die Ernte kann nach einer Kulturzeit von 240 Tagen etwa Anfang Juni beginnen und geht bis Ende Juni im nächsten Jahr.

Knoblauch aussäen

Frühling und Winter: Stecken von Zehen

Frühling 2 und Winter 2: Pflanzen von Bulbillen (Brutzwiebeln)

Man kann Knoblauch entweder über das Stecken von Knoblauchzehen oder über das Pflanzen von Brutzwiebeln vermehren. Das Stecken der Zehen geht schneller, dafür bleiben die Knollen aber meist kleiner und die Pflanzen sind etwas weniger robust. Für das Stecken der Zehen gehen bis zu 20 % der Ernte drauf. Die Bulbillen gibt es einfach so. Beides, Stecken wie Pflanzen, kann man mit den entsprechenden Sorten sowohl im Frühjahr als auch im Herbst.

Stecken tut man entweder von März bis April und kann dann im Juli desselben Jahres ernten oder von September bis Oktober und erntet dann ab Juni des darauffolgenden Jahres. Diese Knollen sind dann auch schon etwas größer, als die des Frühjahrsanbaus.

Beim Pflanzen von Bulbillen bilden sich im ersten Jahr sogenannte Rundlinge und erst im zweiten Jahr wieder Knollen. Die Pflanzen sind robuster und bringen größere Knollen hervor.

Bei Pflanzung im Frühjahr setzt man Anfang März bis Ende April die Brutzwiebeln auf eine Tiefe von 5 cm, auf einen Abstand von 10 cm wenn man die Pflanzen gleich in der Erde lassen möchte bis aus den Rundlingen dann Knollen geworden sind. Wenn man sie als Rundlinge herausnehmen und neu pflanzen will setzt man sie auf 3 cm Abstand. Bei ersterem sind die Knollen dann im Folgejahr im Juli fertig. Bei zweiteren auch, man muss sie nur im Oktober nochmal woanders auf 10 cm Endabstand einpflanzen.

Bei der Herbstpflanzung im Oktober ist es das gleiche was die Abstände angeht. Beim Belassen der Rundlinge sind die Knollen dann erst im übernächsten Jahr im Juni fertig. Beim Ausgraben sind sie auch erst im übernächsten Jahr fertig aber man muss sie im Herbst des darauffolgenden Jahres nochmal pflanzen.

Also für mich die klare Entscheidung die Brutzwiebeln im Frühjahr zu pflanzen. Bei der Wahl ob man sie in der Erde belässt kommt es darauf an ob sie im nächsten Jahr an derselben Stelle stehen bleiben können. Die Faulheit würde es danken.

Standort und Boden

Er bevorzugt lehmig-humosen Boden in voller Sonne. Der Standort darf ruhig gut luftig sein, das vertreibt die Knoblauchfliege.

Knoblauch: Gute und schlechte Nachbarn

Gute Nachbarn für Knoblauch sind Erdbeeren, Möhren, Tomaten, Gurken, Salat und Rote Bete. Zwischen Erdbeeren hält er Spinnmilben fern. Andere Lauchgewächse, Erbsen und Bohnen sind dagegen schlechte Nachbarn.

Sehr gute Nachbarn
Erdbeere
Gute Nachbarn
Batavia
Chili
Dill
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Gurke
Honigmelone
Kartoffel
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mairübe
Möhre
Pak Choi
Paprika
Romana-Salat
Rote Bete
Rucola
Tomate
Wassermelone
Schlechte Nachbarn
Ackerbohne
Artischocke
Buschbohne
Erbse
Etagenzwiebel
Feuerbohne
Frühlingszwiebel
Lauch
Schalotte
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Stangenbohne
Zwiebel

Knoblauch: Vorgänger und Nachfolger

Gute Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen, auch Getreide und Kartoffeln. Mit anderen Lauchgewächsen hältst du vier Jahre Abstand. Nach der Ernte im Juli passen Feldsalat oder Senf als Gründüngung. Erbsen säst du besser nicht direkt danach, weil Knoblauch Stängelälchen tragen kann.

Gute Vorgänger
Ackerbohne
Buschbohne
Erbse
Feuerbohne
Gurke
Honigmelone
Kartoffel
Kichererbse
Kürbis
Linsen
Melothria
Sojabohne
Stangenbohne
Wassermelone
Zucchini
Schlechte Vorgänger
Etagenzwiebel
Frühlingszwiebel
Knoblauch
Lauch
Schalotte
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Zwiebel
Gute Nachfolger
Batavia
Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Eichblattsalat
Eisbergsalat
Feldsalat
Flower Sprouts
Grünkohl
Kohlrabi
Kopfsalat
Lollo bianda / Lollo rosso
Mairübe
Mizuna (Asiasalat)
Pak Choi
Palmkohl
Romana-Salat
Romanesco
Rosenkohl
Rotkohl
Senf
Spitzkohl
Steckrübe
Weißkohl
Wirsing
Schlechte Nachfolger
Erbse
Etagenzwiebel
Frühlingszwiebel
Knoblauch
Lauch
Schalotte
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Zwiebel

Pflege und Düngung

Knoblauch ist ein Mittelzehrer. Über ein gut mit Kompost versorgtes Beet freut er sich. Auch mit einer Brennesselbrühe oder ähnlichem gießen tut ihm gut. Ansonsten mehrmals vorsichtig hacken und unkrautfrei halten oder auch Mulchen mit Rasenschnitt ist zu empfehlen.

Krankheiten und Schädlinge

Anfällig für
Bakterielle Nassfäule
Falscher Mehltau der Zwiebel
Grauschimmel
Knoblauchfliege(Anfälligkeit hoch)
Lauchgelbstreifigkeit
Lauchminierfliege
Lauchmotte
Lauchrost(Anfälligkeit hoch)
Mehlkrankheit
Nacktschnecken(Anfälligkeit gering)
Papierfleckenkrankheit
Phytophthora-Stängelgrundfäule
Purpurfleckenkrankheit
Rhizoctonia
Stängelälchen
Zwiebelbasalfäule(Anfälligkeit hoch)
Zwiebelfliege
Zwiebelgelbstreifigkeit
Zwiebelthrips

Ernte und Verarbeitung

Ernten kann man den Knoblauch wenn knapp 2/3 des Laubs gelb oder umgeknickt sind. Dann mit einer Grabegabel neben der Pflanze einstechen und vorsichtig den Boden lockern. Am Besten bei trockenem Wetter. Die Pflanzen danach noch einige Tage an einem luftigen Ort trocknen lassen. Dazu entweder auslegen oder gebündelt aufhängen. Schon geöffnete Knollen sind nicht so gut lagerfähig und sollten zuerst verbraucht werden. Ansonsten ist der Knoblauch an einem dunklen kühlen Ort wie einem kalten Kellerraum bis zu 8 Monate haltbar.

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